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Verwaltungsvorlage (Bebauungsplan Nr. 821 - Bunker Friedrich-Ebert-Straße / Schönwasserstraße; Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung)

                                    
                                        Vorlage des Oberbürgermeisters
-öffentlichVorlagennummer

Fachbereich

1381/21 -

61

Beratungsfolge

Sitzungstermin

Bezirksvertretung Ost
Ausschuss für Planung, Bauen, Mobilität und Stadtentwicklung

21.09.2021

Beschlussform

05.11.2021

Betreff
Bebauungsplan Nr. 821 - Bunker Friedrich-Ebert-Straße / Schönwasserstraße;
Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung
Beschlussentwurf
I. Der Ausschuss für Planung, Bauen, Mobilität und Stadtentwicklung beschließt:
Die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung werden zur Kenntnis genommen.
Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB ist
entsprechend der vom Rat beschlossenen Richtlinien für die Beteiligung der Bürger an der Bauleitplanung per Aushang durchzuführen.
II. Bezirksvertretung Ost
Die Bezirksvertretung Ost nimmt den Beschluss zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung des Bebauungsplanes Nr. 821 zur Kenntnis.

Reihenfolge des Umlaufs
Sachbearbeitung
mit Datum

FBLeitung
mit
Datum

Mitzeichnung
FB:
mit Datum

FachGBL

GB
II

GB
III

GB
IV

GB
V

GB
VI

mit
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mit
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mit
Datum

mit
Datum

Oberbürgermeister

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Büro
OB

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Begründung
Für den Bebauungsplan Nr. 821 - Bunker Friedrich-Ebert-Straße / Schönwasserstraße - hat der
Rat der Stadt Krefeld am 18.09.2018 den einleitenden Beschluss gefasst.
Lage des Plangebietes / Räumlicher Geltungsbereich
Das Plangebiet liegt zentral im Stadtteil Bockum. Im Süden verläuft die Plangebietsgrenze entlang
der Friedrich-Ebert-Straße. Die westliche Grenze bildet das Gemeindegelände Herz Jesu der Pfarrei St. Christophorus mit Gemeindekirche und Kindertagesstätte. Im Norden sind zwei private
Wohnbaugrundstücke einer Reihenhausgruppe plangebietsbegrenzend. Die Schönwasserstraße
bildet im Osten den Abschluss des Plangebietes. Das Plangebiet hat eine Größe von rund 0,3 ha.

Luftbild Plangebiet (rot) - Quelle: Geobasisdaten der Kommunen und des Landes NRW © Geobasis NRW

Anlass und Ziele der Planung
Aufgrund seiner Dimension stellt der Bunker seit über 70 Jahren städtebaulich sowie architektonisch eine Besonderheit dar. Er überragt die angrenzende Wohnbebauung um bis zu rund 20 m.
Als Landmarke mit Symbol- und Mahnmal-Charakter ist er einerseits prägend für die Umgebungs-

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bebauung, andererseits aber nicht als Maßstab für die angrenzende Bebauung zu werten. Mit der
Wiedernutzbarmachung des weitgehend leerstehenden Bunkers soll dieser einer sinnvollen Folgenutzung zugeführt werden. Ein Abriss des Bunkers ist aufgrund seiner bestimmungsgemäß widerstandsfähigen Bausubstanz unwahrscheinlich. Das Bunkergebäude und sein Umfeld städtebaulich aufzuwerten, ist eine legitime Zielsetzung für die Aufstellung des Bebauungsplans.
Nachdem der Rat der Stadt Krefeld am 18.09.2018 den einleitenden Beschluss für die Aufstellung
des Bebauungsplanes Nr. 821 - Bunker Friedrich-Ebert-Straße/Schönwasserstraße - zur Revitalisierung des Bunkerareals gefasst hatte, gab es vielfältige Ansätze für eine Folgenutzung. Das
Konzept eines Investors zur Aufstockung des Bunkers für eine freiberufliche Nutzung ist am
21.02.2019 in der Bezirksvertretung Ost vorgestellt und mit einer weiteren Variante am 27.02.2019
im Ausschuss für Stadtplanung und Stadtsanierung zur Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung beschlossen worden. Da im Nachgang der Investor sein Engagement zurückgezogen hat, ist die Bürgeranhörung bisher nicht durchgeführt worden.
Nunmehr hat ein neuer Investor, die Archy Nova Projektentwicklung GmbH, ihr Interesse bekundet. Vertreter der Stadt, des Investors sowie der Krefelder Tafel haben am 04.06.2020 das Vorhaben in einer Pressekonferenz vorgestellt. Mit dem Beschluss zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung soll dieses nun der Bürgerschaft präsentiert und das Bebauungsplanverfahren formell fortgeführt werden.
Die Archy Nova Projektentwicklung GmbH ist mit dem Ankauf des Grundstückes und der Dachsanierung des Hochbunkers bereits investiv tätig geworden. Eine Aufstockung des Bunkers ist nicht
mehr vorgesehen. Durch den Rückbau des Dachgeschosses verliert der Hochbunker sogar an
Höhe. Der Projektentwickler will im Hochbunker 14 Wohnungen zwischen 90 m² und 135 m² anbieten. Geplant ist ein genossenschaftliches Eigentumsmodell, bei dem immer nur Anteile am Gesamthaus, aber keine bestimmten Wohnungen erworben werden. Auch Gemeinschaftsräume mit
einem Gastronomiebetrieb soll es geben. Das Wohnkonzept umschreibt der Investor als „we house“. Der Standort der Krefelder Tafel wird langfristig gesichert und im Flachbunker zentriert.
Der Bunker ist als ein sich selbst versorgendes, autarkes System geplant. Eine auf dem Dach des
Hochbunkers installierte Photovoltaikanlage, die Abwärmenutzung aus der Lebensmittelkühlung
der Krefelder Tafel sowie der Mobilfunkantennen am Hochbunker sorgen für weitgehende Klimaneutralität/Energieautarkie. Eine in den Kellerräumen des Hochbunkers eingerichtete Indoor-Farm
ergänzt unter Einsatz von Kunstlicht die Lebensmittelversorgung. Hauseigenes car-/bike-sharing
erlaubt eine moderne Mobilität für die zukünftigen Bewohner und reduziert die Flächenansprüche
für den ruhenden Verkehr auf dem hochverdichteten Grundstück.
Der Betonkubus des Hochbunkers soll durch großzügige Fensteröffnungen, Balkone und eine umfassende Fassadenbegrünung seine bisherige Fremdkörpereigenschaft verlieren. Der Investor
konnte bereits Erfahrungen auf dem Gebiet der Bunkerrevitalisierung sammeln und ist von daher
mit den spezfischen Anforderungen derartiger Spezialimmobilien vertraut.
Bestandsbeschreibung
Städtebauliche Situation
Das Plangebiet wird durch eine Bunkeranlage aus den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, bestehend aus einem siebenstöckigen Hochbunker mit Keller- und Erdgeschoss sowie einem angebauten Flachdachbunker, geprägt. Zwischen beiden Bunkerteilen besteht ein überdachter Durchgang sowie eine Verbindung zwischen den Kellergeschossen. Im Zentrum des Hochbunkers befindet sich ein Treppenaufgang, über den das Keller-, das Erd- sowie die ersten drei Obergeschosse erreichbar sind. Des Weiteren existieren zwei gegenläufige Treppenaufgänge über die sämtliche Geschosse erschlossen werden. Die bestehenden Obergeschosse im Hochbunker sind dreischiffig organisiert und weisen eine BGF von jeweils ca. 460 m² auf. Umfasst werden diese von 1,1 m
starken Außenwänden. Die lichte Raumhöhe im Bestand beträgt in den Obergeschossen derzeit

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ca. 2,37 m. Das 6. OG ist ca. 30 cm höher. Das Bunkergebäude hat inklusive Anbau eine BGF von
ca. 4.250 m².
Der Bunker ist von der Schönwasserstraße und einer von der Friedrich-Ebert-Straße abgehenden
Stichstraße zugänglich. Derzeit wird einzig das Erdgeschoss durch die Krefelder Tafel genutzt, die
übrigen Geschosse stehen leer. Mit einer Höhe von ca. 31,40 m (Hochbunker) überragt der fensterlose Stahlbetonkubus die angrenzende Bebauung um ein Vielfaches. Der Hochbunker erhielt
zur Tarnung ein konstruktiv nicht notwendiges Walmdach, um die Anlage aus der Luft wie ein
Wohnhaus erscheinen zu lassen. Infolge eines Sturmereignisses Anfang 2018 wurde die Dachhaut
aus Dachziegeln zwischenzeitlich vollständig entfernt, so dass nur noch die Dachsparren aus
Stahlbeton sichtbar sind. Der Flachdachbunker zeigt eine zweigeteilte Höhenentwicklung. Andockend an den Hochbunker ist dieser im Eingangsbereich auf eine Höhe von rund 8,50 m aufgestockt. Im Übrigen ist er rund 6,00 m hoch. An der Schönwasserstraße ist dem Hochbunker ein
schmaler, eingeschossiger Anbau jüngeren Baudatums vorgelagert, der nicht als Zivilschutzbau
diente. In Höhe des Bunkereingangs an der Schönwasserstraße steht eine Gas-Bezirksreglerstation, die 1981 als Betonfertiggebäude errichtet wurde. Der Bunker wird seit 1999 als GSMStandort (Global System for Mobile Communication) genutzt und ist mit diversen Mobilfunkeinrichtungen bestückt. Position und Höhe des Gebäudes begünstigen die funktechnische Eignung. Die
Mietverträge mit den Mobilfunkbetreibern sollen fortgeführt werden.
Die Freiflächen südlich und östlich des Hochbunkers sind weitgehend geschottert bzw. gepflastert
und dienen als Zuwegung, Stellplatz oder Standort für Abfallbehälter und Transformatorenstationen. Lediglich nördlich und östlich des Flachbunkers findet sich eine größere begrünte Fläche mit
einigen Solitärbäumen. Zwischen dem Flachbunker und dem angrenzenden Wohnhaus wird eine
Grünfläche von ca. 200 m² als Privatgarten durch den Eigentümer des Grundstückes Schönwasserstraße 194 genutzt. Die Nutzung basiert auf einen Mietvertrag mit dem ehemaligen Eigentümer
des Bunkergeländes, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Das zugehörige Reihenendhaus steht grenzständig zum Grundstück des Bunkers. Für den Einbau von sechs Fenstern in
der Giebelwand wurde eine widerrufliche Duldung erteilt. Im Bebauungsplan Nr. 393 ist für das
Grundstück Schönwasserstraße 194 ein Baufenster ohne seitlichen Grenzabstand (bauwich) festgesetzt. Vermutlich sollte die Straßenrandbebauung bei Abriss des Bunkers hier fortgesetzt werden - synonym zur gegenüberliegenden Bebauung der Schönwasserstraße. Mit dem Bebauungsplan Nr. 821 wird weder eine Anschlussbebauung bzw. Anbauverpflichtung vorbereitet, noch werden neue Vorhaben näher zum Reihenendhaus geplant. Es wird lediglich der vorhandene Bunkerbestand festgeschrieben. Da die Gebäudeabschlusswand des Reihenendhauses nicht als Brandwand ausgeführt ist, ist nach § 30 Absatz 2 BauO NRW ein Abstand von mindestens 5 m zu bestehenden oder nach den baurechtlichen Vorschriften zulässigen künftigen Gebäuden öffentlichrechtlich zu sichern. Der Abstand zwischen der Giebelwand des Reihenendhauses und der nächsten zulässigen Bebauung im Geltungsbereich des Bebauungsplan Nr. 821 liegt bei > 10 m.
Die angrenzende Wohnbebauung an der Schönwasserstraße ist durch eine homogene, zweigeschossige Straßenrandbebauung mit nur vereinzelten Höhenversprüngen gekennzeichnet. Die
Gebäude stehen durchweg traufständig zur Schönwasserstraße. Auch an der Friedrich- EbertStraße ist die Wohnbebauung einheitlich zweigeschossig. Die dominierende Wohnbebauung um
das Plangebiet wird im Westen durch das Gemeindegelände der Herz-Jesu-Kirche unterbrochen.
Verkehr
Das Plangebiet wird durch die Schönwasserstraße und Friedrich-Ebert-Straße erschlossen. Die
Friedrich-Ebert-Straße ist als Hauptverkehrsstraße Bestandteil des Vorbehaltsstraßennetzes. Sie
hat Verbindungs- und Bündelungsfunktionen im örtlichen Verkehrsnetz und ist Trasse für den ÖPNV. An der Friedrich-Ebert-Straße liegt rund 200 m westlich des Plangebietes die Bushaltestelle
„Kaiserplatz“. Die Haltestelle wird von der Buslinie 927 (KR-Hbf-Duisburg- Rheinhausen) stündlich
bedient.
Die Schönwasserstraße ist als nicht verkehrswichtige Straße eingestuft und übernimmt als Sammelstraße eine flächenerschließende Verbindungsfunktion. Die Schönwasserstraße ist im Trenn-

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prinzip ausgebaut. Zum Plangebiet besteht durch einen abgesenkten Bordsteinbereich nur eine
Zufahrt. Die Fahrbahn ist durch Straßenbegleitgrün vom Gehweg getrennt. Von der FriedrichEbert-Straße geht eine rund 75 m lange Stichstraße ab, die komplett entlang der westlichen Plangebietsgrenze verläuft. Die Stichstraße erschließt die Krefelder Tafel, die Kita Herz-Jesu sowie
eine private Garage. Für die Stichstraße gilt eine Baulast [169 23] zur Freihaltung von baulichen
Anlagen.
Infrastruktur
Eine wohnungsnahe Kinder- und Schulbetreuung ist durch die unmittelbar angrenzende Kita HerzJesu sowie die Gesamtschule Kaiserplatz gegeben. In rund 250 m Entfernung ist im Kaiserpark
der nächstgelegene Kinderspielplatz angesiedelt. Im Eckbereich von Schönwasserstraße und
Friedrich-Ebert-Straße findet sich an der östlichen Plangebietsgrenze ein kleiner LebensmittelVollsortimenter. Der nächste zentrale Versorgungsbereich „Nahversorgungszentrum Uerdinger
Straße“ mit Einkaufsmöglichkeiten sowie einem ergänzenden Kultur-, Sozial- und Freizeitangebot
ist mit einer Entfernung von rund 750 m südwestlich des Plangebietes ebenfalls fußläufig erreichbar.
Denkmalschutz
Die an das Plangebiet angrenzende Katholische Pfarrkirche Herz Jesu ist als Baudenkmal in der
Denkmalliste der Stadt Krefeld eingetragen (lfd. Nr. 815). Der 1930/31 aus klaren, blockhaften Kuben gestaltete Bau ist in Stahlbeton errichtet und backsteinverkleidet. Steil proportionierte, schmale Rundbogenfenster gliedern den Backsteinbau. Die Pfarrkirche ist bedeutend für die Geschichte
des Kirchenbaues der Zwischenkriegszeit in gut ablesbarer Originalerscheinung.
Entwässerung
Im Bereich des Bebauungsplangebietes befindet sich in der Friedrich-Ebert-Straße ein Mischwasserkanal Ei 800/1200 und in der Schönwasserstraße ein Mischwasserkanal DN 450. Aufgrund der
Bestandsbebauung ist der Anschluss von Niederschlagswasser und Schmutzwasser an die Mischwasserkanalisation weiterhin möglich. Dennoch muss eine Bemessung mit aktuellen Regen erfolgen, sodass ggf. eine Rückhaltung erforderlich wird.
Naturhaushalt und Landschaftsschutz
Das Plangebiet ist durch einen 7-stöckigen Hochbunker sowie einen Flachdachbunker überbaut,
die als großmaßstäbliche Solitärbauten dominieren. Auch die nicht durch vertikale Bauten eingenommenen Flächen sind überwiegend durch befestigte Wegeflächen anthropogen überprägt. Vegetationsflächen sind nur noch untergeordnet anzutreffen - als rudimentäres Straßenbegleitgrün an
der Schönwasserstraße sowie als eingegrünte Restfläche um den Flachdachbunker. Im Straßenbegleitgrün der Schönwasserstraße stocken drei Straßenbäume (Spitz-Ahorn, SchwarzblättrigerAhorn). Die Friedrich-Ebert-Straße wird von einer gesetzlich geschützten Baumallee aus Platanen
begleitet, die jedoch nicht mehr Bestandteil des Bebauungsplanes Nr. 821 ist. In der Freifläche vor
dem Flachdachbunker stehen in loser Reihenfolge einige Bäume mit schwachem/mittlerem Baumholz. Als Krautschicht hat sich flächig Efeu ausgebildet. Die Freifläche nördlich des Flachdachbunkers wird als Gartenfläche des angrenzenden Wohnbaugrundstückes genutzt. Hier dominieren
Ziergehölze.
Immissionsschutz
Das Plangebiet ist durch Verkehrslärm vorbelastet. Die hohe Verkehrsbelegung der FriedrichEbert-Straße führt in Teilbereichen des Plangebietes zu Lärmpegeln im gesundheitskritischen Bereich. Durch die Nutzung des Bunkers als Wohngebäude sind erstmals schutzbedürftige Nutzungen zu berücksichtigen. Mit der Anbringung von Balkonen werden am Hochbunker zusätzlich
schutzbedürftige Außenwohnbereiche geschaffen. Im Gebäudeinneren leisten die Wandstärken
der Bunkeranlage per se einen überdurchschnittlichen Schallschutz. Auch die gewerbliche Nutzung durch die Krefelder Tafel ist auf ihre Lärmauswirkungen zu bewerten.

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Bodenverunreinigungen
Die Grundstücke im Plangebiet sind nicht als Altlastenverdachtsflächen erfasst. Es liegen zurzeit
keine Hinweise dafür vor, dass aus dem Plange-biet Gefahren für die Gesundheit oder unzumutbare Beeinträchtigungen durch umweltgefährdende Stoffe ausgehen.
Bebauungsplanvorentwurf
Das Plangebiet ist durch das vorgesehene Nutzungsspektrum zweigeteilt. Der Hochbunker ist für
das Wohnprojekt der Archy Nova Projektentwicklung GmbH reserviert, der Flachbunker wird als
Standort der Krefelder Tafel gesichert und ausgebaut. Lediglich mit der Nutzung der Dachfläche
des Flachbunkers als Dachgarten für die Bewohner des Hochbunkers wird die räumliche Trennung
beider Nutzungen durchbrochen.
Der Flachbunker soll als logistisches Zentrum der Krefelder Tafel langfristig gesichert werden.
Durch seine zentrale Lage im Stadtgebiet bildet er die Basis für die Warenverteilung. Hier werden
die Lebensmittel mit hauseigenen Transportern angeliefert, sortiert und zum Abtransport an die
Ausgabestellen vorbereitet. Aufgrund der konstant niedrigen Temperaturen und großen Lagerfläche ist der Bunker als Lager- und Umschlagplatz für die Krefelder Tafel unverzichtbar. Zusätzlich
organisiert die Tafel im benachbarten Pfarrheim der Herz Jesu Gemeinde einen Mittagstisch, wo
Bedürftige eine warme Mahlzeit erhalten. Die Nähe zum Bunker erleichtert entscheidend die Organisation der Essensausgabe. Mit der Konzentration der logistischen Aktivitäten im Flachbunker
kann das Erdgeschoss im Hochbunker freigezogen werden und für das Wohnprojekt genutzt werden. Die räumliche Zusammenlegung in einem Gebäudetrakt erleichtert die Arbeitsabläufe.
Durch die Fortführung der bestehenden Nutzung im Flachbunker bleibt das äußere Erscheinungsbild in diesem Bunkerabschnitt weitgehend unverändert. Die einzigen sichtbaren Veränderungen
erfolgen durch die Anlage eines Dachgartens und der Verlegung der Anlieferzone. Bislang war die
Anlieferung mittig zwischen beiden Bunkerteilen organisiert. Der Zugang soll zukünftig exklusiv als
Eingang für das we-house genutzt werden. Die Anlieferung für die Krefelder Tafel an der Schönwasserstraße wird nach Norden verschoben. Hierfür wird ein bestehender, zugemauerter Bunkereingang geöffnet und mit einem Rolltor versehen. Die Anlieferzone wird gepflastert und um zwei
Stellplätze für Lieferfahrzeuge ergänzt. Der Bordstein zur Schönwasserstraße wird abgesenkt.
Weitere Anlieferzonen sind nicht geplant. Der Anlieferbereich am Stichweg wird mit Nutzung des
Hochbunkers als Wohngebäude aufgegeben. Lediglich ein Zugang zur Krefelder Tafel ist weiterhin
über den Stichweg vorgesehen, im Bereich des derzeit zugemauerten Treppenaufgangs am Gebäudeende des Flachbunkers. Die Herstellung des neuen Anlieferbereiches ist mit Eingriffen in
den Baumbestand auf dem Bunkergelände verbunden.
Der Hochbunker wird vollständig für das we-house von Archy Nova genutzt. Die Archy Nova Projektentwicklung GmbH will mit dem Umbau des Bunkers ein besonderes Wohnmodell mit geringem
ökologischen Fußabdruck umsetzen. In den 7 Obergeschossen sind individuelle Wohnungen geplant, die im Erdgeschoss durch Gemeinschaftsräume ergänzt werden. Die Gemeinschaftsbereiche im Erdgeschoss und die 14 Wohnungen können aufgrund des ca. 1,5 m über Gelände gelegenen Erdgeschosses nicht ohne weiteres barrierefrei erschlossen werden. Allerdings sind die
Wohnungen im Bunker mit einem neu zu installierenden Aufzug zumindest ab dem Erdgeschoss
erreichbar. Der Keller übernimmt mit einer hydroponen Indoor-Farm einen Teil der Lebensmittelversorgung des Wohnprojektes. Hydroponik ist eine Art Gartenbau und eine Untergruppe der Hydrokultur, bei der Pflanzen ohne Boden unter Verwendung mineralischer Nährlösungen in einem
wässrigen Lösungsmittel gezüchtet werden. Die Bewässerung erfolgt vollständig aus aufbereitetem Grau- und Rückspülwasser. Der eingesetzte Strom für Beleuchtung und Heizung wird zu
100% aus Abwärme und Solarstrom gedeckt. Die Dachflächen vom Hochbunker sichern mit einer
Photovoltaikanlage (PV-Anlage) große Teile der hausinternen Stromversorgung. Eine 100%ige
Abdeckung mit Ökostrom kann durch ergänzenden Windstrombezug erreicht werden. Als Energiestandard wird der KfW Standard Effizienzhaus 70 angestrebt. Auf dem Dach des Flachbunkers
entsteht ein direkt vom Treppenhaus erschlossener Dachgarten mit intensiver Begrünung. In exponierter Lage werden hier attraktive Erholungsflächen für die Bewohner des Bunkers geschaffen.

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Weiterhin werden nördlich des Flachbunkers Teile des ehemaligen Mietergartens für die Bewohner
des we-house als Gemeinschaftsgarten hergerichtet und zugänglich gemacht. Das Mietverhältnis
mit dem Eigentümer des Grundstückes Schönwasserstraße 194 wurde bereits gekündigt.
Gemeinschaftsräume für nachbarschaftliches Miteinander & Aktivitäten sind mit Lobby, Lounge,
Fitnessraum, Wellnessbereich, hauseigenem Restaurant sowie einer gemeinsam nutzbaren Werkstatt und Lagerräumen im Erdgeschoss geplant. An der Schönwasserstraße soll im Kreuzungsbereich mit der Friedrich-Ebert-Straße ein Freisitz mit Pergolaüberdachung entstehen, der mit dem
Gemeinschaftsrestaurant im Bunkerinneren verbunden ist. Die gemeinschaftlichen Einrichtungen
werden durch diverse Sharing Economy Angebote (car-/bike-sharing oder tool-sharing) ergänzt.
Zur Nutzung des Bauwerks werden Öffnungen in der Fassade und den Decken hergestellt. Neue
tragende Bauteile werden nach statischen und brandschutztechnischen Erfordernissen in Massivbauweise erstellt. Die lichte Raumhöhe im Bestand beträgt in den Obergeschossen derzeit
ca. 2,37 m. Das 6. OG ist ca. 30 cm höher. Aufenthaltsräume müssen gemäß § 46 BauO NRW
eine lichte Raumhöhe von mindestens 2,40 m haben. Um zumindest in den Wohn- und Essbereichen ausreichende Höhen zu gewährleisten müssen an diesen Stellen die Geschossdecken rückgebaut und an höherer Stelle neue Decken eingezogen werden. Dadurch ergeben sich SplitlevelGrundrisse für die neuen Wohnungen mit großzügigen Fensteröffnungen und luftigen Wohnräumen bis zu 4,30 m. Je Geschoss werden zwei Wohneinheiten ausgewiesen. Diese sind zw. 90 m²
und 135 m² groß. Neue über die Außenfassade hinauskragende Balkone sollen den Wohnbereichen nach Süden und Westen vorgelagert werden.
Der Bunker ist derzeit von der Schönwasserstraße und einer von der Friedrich-Ebert-Straße abgehenden Stichstraße über mehrere Eingänge zugänglich. Der Zugang zum we-house soll auf einen
Eingang an der Schönwasserstrasse an der Schnittstelle zwischen Hochbunker und Anbau konzentriert werden. Stellplätze für die Bewohner des we-house entstehen im nördlichen Bereich des
Grundstückes sowie neben dem Haupteingang. Insgesamt können voraussichtlich neun Stellplätze
in Senkrechtaufstellung nachgewiesen werden. Für die Stellplätze am Haupteingang kann die bestehende Zufahrt mit Aufstellflächen und abgesenktem Bordstein zur Schönwasserstraße genutzt
werden. Die übrigen sieben Stellplätze werden im ehemaligen Mietergarten angelegt und diesen
zwangsläufig verkleinern. Auch Teile des Baumbestandes müssen weichen. Drei Stellplätze sollen
über die geplante Anlieferzone der Krefelder Tafel erschlossen werden, für vier Stellplätze ist eine
Andienung über die rückwärtige Stichstraße geplant. Das Wohnprojekt we-house initiiert eine Reihe von Maßnahmen mit denen der Kfz-Verkehr verringert bzw. die Anzahl der notwendigen PkwStellplätze reduziert werden kann. Durch ein Mobilitätskonzept mit zwei elektrischen CarsharingAutos, Mitfahr-App, vergünstigtem ÖPNV Tickets etc. brauchen weniger Stellplätze nachgewiesen
werden. Zudem sollen notwendige Kfz-Stellplätze durch die Schaffung von zusätzlichen Fahrradabstellplätzen ersetzt werden. Östlich am Hochbunker werden Fahrradstellplätze in einem untergeordneten Anbau nachgewiesen. Gemäß § 48 Absatz 3 BauO NRW können zu einem Viertel der
notwendigen Stellplätze für Kraftfahrzeuge durch die Schaffung von Fahrradabstellplätzen ersetzt
werden. Dabei sind für einen Stellplatz vier Fahrradabstellplätze herzustellen.
Durch die Wiedernutzung der hochverdichteten Bunkeranlage und dem Bau von ergänzenden
Nutzungen (z. B. Stellplätzen) ist der Grünflächenanteil im Plangebiet zwangsläufig gering. Umso
mehr gilt es die Potentiale für eine Begrünung konsequent zu nutzen und bestehende Vegetationsstrukturen zu bewahren. Durch die Herstellung des neuen Anlieferbereiches für die Krefelder Tafel
und der Anlage von neun Stellplätzen auf bislang begrünten und baumbestandenen Flächen, sind
die verbleibenden Freiflächen durch eine ansprechende Grüngestaltung aufzuwerten und kompensatorisch neue Grünstrukturen aufzubauen. Der zu erhaltene Teil des ehemaligen Mietergartens
wird für die Bewohner des we-house als Gemeinschaftsgarten hergerichtet und zugänglich gemacht. Der Vorgartenbereich an der Friedrich-Ebert-Straße soll reaktiviert und begrünt werden.
Auch die neuen Stellplatzflächen werden an den Außenkanten begrünt, um den technischen Charakter der Stellplatzanlagen zu mindern. Als Potentialflächen für eine Begrünung sind im Plangebiet aufgrund der weitgehenden Überbauung insbesondere die Dach- und Fassadenflächen des
Bunkers zu nennen. Auf dem Dach des Flachbunkers entsteht ein direkt vom Treppenhaus er-

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schlossener Dachgarten mit intensiver Begrünung für die Bewohner des Bunkers. Auch die weiteren Dachflächen sollen zumindest extensiv begrünt werden. Für Teile der Außenwände des Bunkers ist eine Fassadenbegrünung als boden- oder wandgebundene Begrünung geplant. Gebäudebegrünungen wirken sich vielfältig positiv aus. Sie werden auch als adaptive Maßnahme an den
Klimawandel (Hitze-/ Überflutungsvorsorge) verstanden. Die ökologischen Leistungen liegen im
Beitrag zur Biodiversität, Staubbindung, Wasserrückhaltung und Lärmminderung. Die PV-Anlage
auf dem Dach des Hochbunkers wird mit einer extensiven Dachbegrünung ergänzt. Eine gleichzeitige Nutzung begrünter Dachflächen und Anlagen zur Nutzung der Solarenergie (aufgeständert)
ergänzen sich gegenseitig positiv. Einerseits führt die niedrige Oberflächentemperatur der Begrünung im Vergleich zu frei bewitterten oder bekiesten Dächern zu einer geringeren Aufheizung der
Photovoltaikmodule und damit einer erhöhten solaren Energieausbeute. Andererseits entstehen
auf dem Dach aufgrund unterschiedlicher Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeitsverhältnisse
wechselnde Standortbedingungen, die zu einer Erhöhung der Artenvielfalt von Flora und Fauna
beitragen.
Planungsrechtliche Situation
Regionalplan
Das Plangebiet ist im seit dem 13.04.2018 wirksamen Regionalplan Düsseldorf (RPD) als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) ausgewiesen. Im Rahmen der Bauleitplanung sollen in den ASB
u. a. Flächen für Wohnen, wohnverträgliches Gewerbe, Wohnfolgeeinrichtungen, öffentliche und
private Dienstleistungen gesichert bzw. entwickelt werden. Diesen Vorgaben kommt der Bebauungsplan Nr. 821 nach.
Flächennutzungsplan
Im wirksamen Flächennutzungsplan (FNP 2015) der Stadt Krefeld ist das Plangebiet als Wohnbaufläche dargestellt. Das Plangebiet soll als Allgemeines Wohngebiet (WA) festgesetzt, womit der
Bebauungsplan aus dem Flächennutzungsplan entwickelt ist. Die Schönwasserstraße ist Bestandteil der Wohnbaufläche. Als nicht verkehrswichtige Straße wird diese nicht gesondert dargestellt.
Mit dem Entwicklungsgebot gemäß § 8 Abs. 2 BauGB ist eine Festsetzung als öffentliche Verkehrsfläche im Bebauungsplan vereinbar.
Bebauungsplan
Das gesamte Plangebiet liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 306 - Nördlich Kai
serplatz und Friedrich-Ebert-Straße zwischen Kaiserstraße und Schönwasserstraße - (Rechtskraft:
27.09.1969). Das Bunkergelände (Flurstücke 87 und 88) sowie die Zufahrt (Flurstück 950) sind als
Gemeinbedarfsfläche - Ziviler Bevölkerungsschutz - festgesetzt. Der nördlichste Abschnitt der Zufahrt ist als Gemeinbedarfsfläche - Katholische Kirche - festgesetzt. Als öffentliche Straßenverkehrsfläche sind die Schönwasserstraße sowie der zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Bunkerfassade liegende Bereich (Vorgartenzone) festgesetzt. Mit Inkrafttreten des Bebauungsplanes
Nr. 821 wird der Bebauungsplan Nr. 306 innerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes
Nr. 821 außer Kraft gesetzt.
Angrenzend an den geplanten Geltungsbereich ist im Westen das Gelände der katholischen Kirchengemeinde „Herz Jesu“ im Bebauungsplan Nr. 306 als Gemeinbedarfsfläche - katholische Kirche - festgesetzt. Die nördlich des Plangebietes anschließende Wohnbebauung ist als Reines
Wohngebiet (WR) mit einer zwingenden Zweigeschossigkeit im Bebauungsplan Nr. 393 - Westlich
Schönwasserstraße zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Schreberstraße - (Rechtskraft:
30.03.1979) festgelegt. Östlich der Schönwasserstraße ist die Wohnbebauung als Allgemeines
Wohngebiet (WA) mit einer maximalen Zweigeschossigkeit sowie im Eckbereich mit der FriedrichEbert-Straße mit einer maximalen Dreigeschossigkeit im Bebauungsplan Nr. 704 - östlich Schönwasserstraße zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Schreber Straße - (Rechtskraft: 14.10.2011)
bestimmt. Ergänzend ist eine maximale Firsthöhe von 12 m normiert.

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Landschaftsplan
Der Bebauungsplan liegt außerhalb des Geltungsbereiches des Landschaftsplanes der Stadt Krefeld.
Fachplanungen
Das Plangebiet wird weder von einer tatsächlichen noch einer geplanten Wasserschutzzone erfasst. Auch hochwassergefährdete Bereiche können für das Plangebiet wegen des Fehlens von
Fließgewässern im Nahbereich ausgeschlossen werden. Weitere Fachplanungen liegen nicht vor.
Sonstige Satzungen
Bis auf den nördlichen Abschnitt der Schönwasserstraße liegt das gesamte Plangebiet im Geltungsbereich der Erhaltungs- und Gestaltungssatzung (Ordnungsziffer 6.15) „Satzung zur Erhaltung und Gestaltung baulicher Anlagen sowie zur Erhaltung der Eigenart des Gebietes für den
Bereich Krefeld-Bockum Friedrich-Ebert-Straße/Grotenburgstraße/Eichendorffstraße/Tiergartenstraße/Grenzstraße“ vom 26.02.1992. Die Satzung hat zum Ziel, durch Erhaltung der baulichen
Anlagen den Charakter der städtebaulich und geschichtlich bedeutenden Achse zwischen KrefeldMitte und Krefeld-Bockum zu sichern, sofern die baulichen Anlagen allein oder im Zusammenhang
mit anderen baulichen Anlagen das Ortsbild oder die Stadtgestalt prägen oder sie von städtebaulicher, insbesondere geschichtlicher oder künstlerischer Bedeutung sind. Zum Gesamterscheinungsbild der Straßenzüge im Satzungsgebiet trägt wesentlich auch die räumliche Gliederung in
Straßenraum und Vorgartenzone bei. Vorgärten sind zu erhalten, gärtnerisch zu gestalten und zu
pflegen. Hiervon ausgenommen sind die für Zuwegungen erforderlichen Flächen zu den Hauseingängen und zu Schaufenstern sowie vorhandene Zufahrten. Einfriedungen sind bis zu einer Höhe
von 80 cm bezogen auf die Oberkante Bürgersteig zulässig. Einfriedungen können als Hecken
oder als Eisengitterzaun (auch auf einem bis zu 30 cm hohen Mauerwerkssockel) erfolgen.
Gestalterisch wirksam und bedeutsam ist insbesondere der Vorgartenbereich an der FriedrichEbert-Straße. Dieser soll mit dem Bebauungsplan Nr. 821 reaktiviert und begrünt werden. Der
Charakter der Friedrich-Ebert-Straße wird wesentlich durch die räumliche Gliederung in Straßenraum und Vorgartenzone geprägt. Die Durchsetzung der Begrünungsmaßnahme erfolgt als planungsrechtliche Anpflanzfestsetzung.
Sonstiges
Es ist vorgesehen den Bebauungsplan Nr. 821 - Bunker Friedrich-Ebert-Straße/Schönwasserstraße als Bebauungsplan der Innenentwicklung aufzustellen.
Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens sind unterschiedliche Gutachten erforderlich. Mit einer
Artenschutzprüfung (ASP) soll dargelegt werden, dass aus Gründen des Artenschutzes keine unüberwindbaren Hindernisse für die Vollzugsfähigkeit des Bebauungsplanes bestehen. Eine schalltechnische Untersuchung soll die Schallemissionen durch Verkehrslärm auf das Plangebiet sowie
die Nachbarschaft bewerten. Durch die Nutzung des Bunkers als Wohngebäude sind erstmals
schutzbedürftige Nutzungen zu berücksichtigen. Auch planbedingte Verkehrszunahmen sowie die
gewerbliche Nutzung durch die Krefelder Tafel sind auf ihre Lärmauswirkungen zu bewerten. Im
Rahmen einer Verkehrsprognose sind mögliche Belastungen für das Verkehrsnetz durch das Vorhaben zu untersuchen. In einem Regenwasserbeseitigungskonzept ist ein nachhaltiges Regenwassermanagement für das Plangebiet zu entwickeln.
Gemäß § 3 Abs. 1 BauGB ist die Öffentlichkeit möglichst frühzeitig über die allgemeinen Ziele und
Zwecke der Planung, sich wesentlich unterscheidende Lösungen, die für die Neugestaltung oder
Entwicklung eines Gebiets in Betracht kommen, und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung öffentlich zu unterrichten. Den Bürgern ist Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung zu geben.

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Entsprechend Ziffer 6 der vom Rat der Stadt am 17.07.2003 beschlossenen Richtlinien für die Beteiligung der Bürger an der Bauleitplanung soll die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der
Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB per Aushang erfolgen.
Zur besseren Orientierung ist eine Übersicht über den künftigen Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 821 - Bunker Friedrich-Ebert-Straße/Schönwasserstraße - beigefügt.

Anlage(n):
(1)
Bebauungsplan Nr. 821: Lageplan
(2)
Bebauungsplan Nr. 821: Nutzungskonzept
(3)
Bebauungsplan Nr. 821: Ansicht Friedrich-Ebert-Straße
(4)
Bebauungsplan Nr. 821: Ansicht Friedrich-Ebert-Straße / Schönwasserstraße
(5)
Bebauungsplan Nr. 821: Schrägansicht Friedrich-Ebert-Straße
(6)
Bebauungsplan Nr. 821: Schrägansicht Friedrich-Ebert-Straße / Schönwasserstraße

Drucksache 1381/21 -

Seite - 11 -

Übersicht über den künftigen Geltungsbereich des
Bebauungsplans Nr. 821
- Bunker Friedrich-Ebert-Straße/Schönwasserstraße -

(ohne Maßstab)
Quelle: Geobasisdaten der Kommunen und des Landes NRW © Geobasis NRW

Geltungsbereich des Bebauungsplanes

Drucksache 1381/21 -

Anlage(n):
(1) Bebauungsplan Nr. 821: Lageplan
(2) Bebauungsplan Nr. 821: Nutzungskonzept
(3) Bebauungsplan Nr. 821: Ansicht Friedrich-Ebert-Straße
(4) Bebauungsplan Nr. 821: Ansicht Friedrich-Ebert-Straße / Schönwasserstraße
(5) Bebauungsplan Nr. 821: Schrägansicht Friedrich-Ebert-Straße
(6) Bebauungsplan Nr. 821: Schrägansicht Friedrich-Ebert-Straße / Schönwasserstraße

Seite - 12 -

Drucksache 1381/21 -

Seite - 13 -

Finanzielle Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

Vorlage-Nr.

1381/21 -

1.

Mit der Durchführung der Maßnahme ergeben sich folgende Auswirkungen auf die
Haushaltswirtschaft:

☒

Keine unmittelbaren Auswirkungen

☐

Einmalige Auswirkungen

☐

Dauerhafte Auswirkungen

Innenauftrag:

P

Kostenart:
PSP-Element (investiv):
2.

☐

Die finanziellen Auswirkungen des Beschlusses sind im Haushaltsplan des Jahres
2021 berücksichtigt.
Ja

☐

Nein

3.1 Konsumtiv
☐

Einmalige Auswirkungen
Aufwendungen

0 Euro

Abzüglich Erträge

0 Euro

Saldo

0 Euro

☐

Dauerhafte Auswirkungen

☐

Dauerhafte Auswirkungen

3.2 Investiv
☐

Einmalige Auswirkungen
Auszahlungen

0 Euro

Abzüglich Einzahlungen

0 Euro

Saldo

0 Euro

Bemerkungen bzw. während der vorläufigen Haushaltsführung Begründung gemäß § 82
Abs. 1 GO: