Skip navigation

Verwaltungsvorlage (Beschluss des Schulentwicklungsplans 2018/2019 – 2023/2024 für die städtischen Förderschulen)

                                    
                                        Vorlage des Oberbürgermeisters
-öffentlichVorlagennummer

Fachbereich

1671/21 -

40

Beratungsfolge

Sitzungstermin

Beschlussform

Ausschuss für Schule und Weiterbildung

15.09.2021

vorberatend

Rat

16.09.2021

beschließend

Betreff
Beschluss des Schulentwicklungsplans 2018/2019 – 2023/2024 für die städtischen Förderschulen
Beschlussentwurf
1. Die Ergebnisse des Anhörungsverfahrens sowie die Hinweise der Verwaltung dazu werden
zur Kenntnis genommen.
2. Der Schulentwicklungsplan für die städtischen Förderschulen wird in der vorliegenden
Form mit Stand Juli 2021 beschlossen. Im Einzelnen ergeben sich daraus folgende Aufträge:
2.1 Die Verwaltung wird beauftragt, die bereits in der Prioritätenliste vorgesehene Machbarkeitsstudie zur Franz-Stollwerck-Schule auf den Standort Tulpenstraße zu beschränken
und nicht mehr alternativ einen weiteren Standort zu prüfen (vgl. Vorlage 8115/19), sofern
die Anfrage zum Bebauungsplan ergibt, dass der Ausbau der Schule am Standort Tulpenstraße möglich ist.

Reihenfolge des Umlaufs
Sachbearbeitung
mit Datum

FBLeitung
mit
Datum

Mitzeichnung
FB:
mit Datum

FachGBL

GB
II

GB
III

GB
IV

GB
V

GB
VI

mit
Datum

mit
Datum

mit
Datum

mit
Datum

mit
Datum

mit
Datum

Oberbürgermeister

Weiter
an
Büro
OB

Drucksache 1671/21 -

Seite - 2 -

2.2. Die Verwaltung wird beauftragt, eine bisher noch nicht vorgesehene Machbarkeitsstudie zur Erweiterung der Schule am Uerdinger Rundweg auf eine volle Zweizügigkeit in die
bestehende Prioritätenliste einzuarbeiten. Zur Überbrückung der derzeitigen Engpässe
werden vorübergehend (Miet-)Pavillons zur Entlastung der angespannten Raumsituation
aufgestellt.
2.3 Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, in welcher Form der Raumunterhang an der
Erich Kästner Schule, ggf. auch im Rahmen von Umbau- oder Umnutzungsmaßnahmen,
mittelfristig behoben werden kann.
2.4 Die Verwaltung wird beauftragt, in Abhängigkeit des Ergebnisses der beschlossenen
Machbarkeitsstudie (vgl. Vorlage 8115/19) die Neugründung einer einzügigen Förderschule
mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung in die Wege zu leiten.
2.5 Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit der Schulaufsicht und den Schulleitungen ein Konzept für die intensivpädagogische Förderung im Förderschwerpunkt Emotionale
und soziale Entwicklung nach § 15 AoSF vorzulegen und geeignete Unterbringungsmöglichkeiten für diese Förderung zu prüfen.

Drucksache 1671/21 -

Seite - 3 -

Begründung

1. Entwicklungen seit Vorlage des Entwurfs des Schulentwicklungsplans 2018
Der Entwurf des Schulentwicklungsplans 2018/2019 – 2023/2024 für die städtischen Förderschulen wurde am 07.11.2018 im Ausschuss für Schule und Weiterbildung vorgestellt
(Vorlage 6096/18). Der Ausschuss hat neben der Kenntnisnahme die Verwaltung zu weiteren Maßnahmen beauftragt.
Die erforderlichen Anhörungen, zu denen die Verwaltung gemäß Ziff. 2 der Beschlussfassung der o.g. Vorlage aufgefordert wurde, sind zwischenzeitlich durchgeführt. Auf die Ergebnisse wird nachfolgend dezidiert eingegangen.
Als Ergebnis des Auftrags zur Konkretisierung des Bauvorhabens einer weiteren Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung, wurde die Machbarkeitsstudie in der
Prioritätenliste (siehe Vorlage 8115/19) zuletzt an 5. Stelle vorgesehen. Da sich seit dem
Beschluss dieser Prioritätenreihenfolge zahlreiche weitere Schulbaubedarfe ergeben haben, wird diese Liste in Kürze zu erweitern und die Rangfolge ggf. neu zu bewerten sein
(vgl. Vorlage 1386/21).
Die Umsetzung der Machbarkeitsstudien erfolgt sukzessive in dem Maße, wie personelle
und finanzielle Kapazitäten in den Fachbereichen 40 und 60 dafür zur Verfügung gestellt
werden können.
Seit der Vorlage des Entwurfs der Schulentwicklungsplanung Förderschulen sind Schülerdaten aus 3 weiteren Schuljahren ausgewertet worden (2018/2019 bis 2020/2021) Diese
sind in den folgenden Tabellen eingearbeitet und mit den Prognosen von 2018 abgeglichen worden. Die Daten dokumentieren, dass die Bedarfe an Schulplätzen im Bereich der
Förderschulen mittlerweile im Vergleich zum Herbst 2018 insgesamt nochmals deutlich
gestiegen sind. Dies ist jedoch für die einzelnen Schulen durchaus differenziert zu betrachten (vgl. Betrachtungen unter 2.)
Darüber hinaus haben seit dem Herbst 2018 diverse intensive Gespräche zwischen der
Verwaltung, den Schulen und der Schulaufsicht stattgefunden. Etliche Detailfragen konnten dabei konstruktiv geklärt und Standpunkte ausgetauscht werden. Die hiermit vorgelegte Überarbeitung der Schulentwicklungsplanung Förderschulen trägt diesen Gesprächen
Rechnung und fußt nunmehr, wie sich im letzten Gespräch am 9.12.2020 mit den Schulleitungen und der Schulaufsicht gezeigt hat, auf gemeinsam getragenen Grundannahmen.

Drucksache 1671/21 -

Seite - 4 -

2. Veränderungen und sich daraus ergebende Konkretisierungen gegenüber dem
Entwurf des Schulentwicklungsplans 2018
2.1 Primarbereich LES
Franz-Stollwerck-Schule
16/17

Ist Gesamt
Prognose
SEP 2018

17/18

18/19

19/20

20/21

KL*

SuS

KL*

SuS

KL*

SuS

KL*

SuS

KL*

SuS

17

218

17

236

16

225

16

223

17

229

15-18

241

15-18

250

16-19

257

Die Schülerzahl der Franz-Stollwerck-Schule liegt nun schon seit Bildung des Verbundes
LES im Schnitt zwischen 210 und 230 Schülerinnen und Schülern. Der ursprünglich prognostizierte Anstieg der Schülerzahlen ist bisher nicht eingetreten.
Im Schuljahr 2019/20 wurden zwei Klassenräume und ein Gruppenraum, die sich in Containern befanden, durch 4 Klassenräume und 2 kleine Gruppenräume in Modulbauweise
ersetzt.
Auf Grundlage der Schülerzahlentwicklung an der Franz-Stollwerck-Schule schlägt die
Verwaltung deshalb nunmehr vor, sich für die Option der Schulbauerweiterung zur Schaffung einer voll dreizügigen Förderschule LES-Primarstufe zu entscheiden und auf die
Neugründung einer weiteren LES-Förderschule im Primarbereich zu verzichten. Die
Machbarkeitsstudie für die Franz-Stollwerck-Schule ist in die Prioritätenliste (vgl. Vorlage
8116/19) unter Ziffer 8 eingestuft.
Für den Standort Tulpenstraße ist zu prüfen, ob innerhalb des bestehenden Bebauungsplanes auf dem Gelände der Franz-Stollwerck-Schule ein weiterer Erweiterungsbau baurechtlich realisierbar ist.
2.2 Sekundarstufe I LES:
Erich Kästner Schule
16/17

Ist Gesamt

17/18

18/19

19/20

20/21

KL*

SuS

KL*

SuS

KL*

SuS

KL*

SuS

KL*

SuS

9

150

10

132

9

148

13

184

13

219

Schülerzahlen Schule am Uerdinger Rundweg
16/17

Ist Gesamt

17/18

18/19

19/20

20/21

KL*

SuS

KL*

SuS

KL*

SuS

KL*

SuS

KL*

SuS

10

150

10

144

10

146

10

150

10

170

Drucksache 1671/21 -

Seite - 5 -

Gesamtzahl SuS an LES-Schulen Sekundarstufe I
16/17

Ist Gesamt
Prognose
SEP 2018

17/18

18/19

19/20

20/21

KL*

SuS

KL*

SuS

KL*

SuS

KL*

SuS

KL*

SuS

19

300

20

276

20

294

23

334

23

389

18-22

294

19-24

308

19-25

324

An den LES-Förderschulen in der Sekundarstufe I gab es einen deutlich über die Prognosen hinausgehenden sprunghaften Anstieg der Schülerzahlen im Schuljahr 2019/2020 (40
SuS) und einen weiteren noch höheren Anstieg im Schuljahr 2020/2021(55 SuS). Dieser
starke Anstieg hat dazu geführt, dass die Erich Kästner Schule nunmehr mit 13 von maximal 13 (idealerweise 12) Klassen, und die Schule am Uerdinger Rundweg mit 10 statt maximal 8 (idealerweise 6) Klassen belegt sind.
Der deutliche Anstieg resultiert schwerpunktmäßig aus einer insgesamt wachsenden Zahl
der Kinder mit Förderbedarf: Auch im gemeinsamen Lernen ist die Zahl der Kinder mit
Förderbedarf stark gestiegen. Jedoch hat sich im Jahr 2020/2021 erstmals nach 2 Jahren
das Verhältnis zwischen Förderschulen und Gemeinsamen Lernen wieder leicht in Richtung Förderschule verschoben und damit wieder die Verteilung von 2017/18 erreicht. Es
bleibt abzuwarten, ob dies insgesamt ein Trend weg vom Gemeinsamen Lernen hin zur
Förderschule ist.
Die Situation der nunmehr deutlich an ihre räumlichen Kapazitätsgrenzen gelangenden
Förderschulen führt zwangsläufig zu neuen Überlegungen im Bereich der SEK I. Ein Ausbau der Kapazitäten ist nun dringend geboten und es wird vorgeschlagen, eine Machbarkeitsstudie zum Ausbau der Schule am Uerdinger Rundweg auf eine volle Zweizügigkeit in
die Prioritätenliste aufzunehmen.
Aufgrund der dargestellten räumlichen Unterhänge am Uerdinger Rundweg befindet sich
derzeitig die Umsetzung von Containern, die bisher an der Forstwaldschule standen, bereits in der Vorbereitung. Durch diese Zwischenlösung stehen der Schule voraussichtlich
ab Schuljahresbeginn 2021/2022 vier weitere Räume in Klassenraumgröße zur Verfügung.
Darüber hinaus wird vorgeschlagen zu prüfen, in welcher Form der Raumunterhang im
Bereich der unterrichtlichen Nutzungen an der Erich Kästner Schule ggf. auch im Rahmen
von Umbau- oder Umnutzungsmaßnahmen, mittelfristig behoben werden kann.
Eine weitere Herausforderung im LES-Bereich sind diejenigen SchülerInnen, die gemäß
AO-SF §15 einen intensivpädagogischen Unterstützungsbedarf im Schwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung haben. Für diese Zielgruppe soll zeitnah ein Konzept zur
Beschulung an einem außerschulischen Lernort gemeinsam mit der Schulaufsicht und den
Schulen entwickelt werden.
Sich ergebende Raumbedarfe werden dann nachträglich in die Raumprogramme eingearbeitet. Dieser Punkt war auch ein umfassendes Thema im Gespräch am 9.12.2020 und
wird derzeitig bereits in verschiedenen Konstellationen auch in Zusammenarbeit mit dem
Jugendamt entwickelt.

Drucksache 1671/21 -

Seite - 6 -

2.3 Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule
16/17

Jahrgang 1-11
Werkstufe
Gesamt
Prognose
SEP 2018

17/18

18/19

19/20

20/21

KL

SuS

KL

SuS

KL

SuS

KL

SuS

KL

SuS

17
4
21

190
40
230

19
4
23

213
47
260

20
4
24

239
43
282

20
4
24

246
50
296

228
58
286

23-28

280

23-29

291

18
5
23
2430

303

Die Schülerzahl an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule ist zunächst wie prognostiziert weiter angestiegen. Der Prognosewert wurde in den Schuljahren 18/19 und 19/20
leicht überschritten. Im aktuellen Schuljahr ist die Zahl wieder leicht gesunken, der prognostizierte weitere Anstieg blieb aus. Ob dies tatsächlich ein Trend ist, muss zunächst
weiter beobachtet werden. Grundsätzlich bleibt es dabei, dass das Hauptgebäude der Bodelschwingh-Schule nur für einen Zug geeignet ist und so schnell wie möglich die Gründung einer weiteren Schule angestrebt werden sollte. Da das Gebäude an der Stettiner
Straße die derzeitigen Schülerzahlen nicht unterbringen konnte, wurden der Schule seit
dem Entwurf 2018 sukzessive weitere Räumlichkeiten im schräg gegenüberliegenden Gebäude der ehemaligen Gartenstadtschule an der Breslauer Straße hergerichtet. Mittlerweile nutzt die Förderschule alle baulich verfügbaren Räumlichkeiten. Dies entspannt die Unterbringungssituation aktuell deutlich, da für alle Schülerinnen und Schüler ausreichend
Raum zur Verfügung gestellt werden kann. Gleichwohl ist darauf hinzuweisen, dass die
räumlichen Bedingungen für die Beschulung dieser Schülergruppe nicht als optimal eingestuft werden können.
2.4 Raumprogramme
Nach intensiver Erörterung mit den Förderschulen wurden gegenüber dem Einbringungsentwurf einige Richtgrößen im Raumprogramm des Schulentwicklungsplanes angepasst.
Im Raumprogramm für die Franz-Stollwerck-Schule wurde die Anzahl der Mehrzweckräume gegenüber dem Entwurf der SEP von 2018 von einem auf zwei pro Zug erhöht. Diese
Mehrzweckräume dienen ggf. auch als Klassenräume, wenn die Schule mehr als 15 Klassen bilden muss.
Im Raumprogramm für die LES-Sek-I-Schulen wurde insbesondere die Bereiche Aufenthalt und Büros für weitere Professionen, die Lager und Lehrmittelräume und die Größen
der Klassenräume erhöht. Außerdem wurde die Zahl der Mehrzweckräume auch als Ausweichklassenräume bei Mehrklassenbildungen angepasst.
Die aktuellen Änderungen sind den Erläuterungen des Raumprogramms im beigefügten
Schulentwicklungsplan zu entnehmen.
Ergebnisse der Anhörungen:
Gemäß der Beschlussfassung vom 7.11.2018 (vgl. Vorlage Nr. 6096/18) wurde der Entwurf den städtischen Förderschulen und den umliegenden und in Krefeld vertretenen
Schulträgern im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zugesandt und ihnen bis 06.03.2019
Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Die untere Schulaufsicht wurde ebenfalls um
Stellungnahme gebeten. Der Entwurf wurde zudem den Ersatzschulträgern, der Bezirks-

Drucksache 1671/21 -

Seite - 7 -

regierung, beteiligten Fachbereichen der Verwaltung, den Trägern des Ganztags und den
betroffenen Verbänden und Institutionen zur Kenntnis gegeben.
Stellungnahmen der umliegenden Schulträger:
Die Kreise Kleve und Wesel und der Landschaftsverband Rheinland haben sich im Rahmen der Beteiligung geäußert. Aus den Kreisen Neuss und Viersen und der Stadt Duisburg folgte keine Rückmeldung. Es bestehen von keiner Seite Bedenken gegen den
Schulentwicklungsplan für die städtischen Förderschulen.
Stellungnahmen der städtischen Förderschulen und der Schulaufsicht:
Alle städtischen Förderschulen haben die Möglichkeit genutzt, sich zum Entwurf des
Schulentwicklungsplans zu äußern. Im Nachfolgenden sind die Stellungnahmen der Schulen und Hinweise der Verwaltung dazu im Einzelnen kurz zusammengefasst (vollständige
Schreiben siehe Anlagen). Die untere und die obere Schulaufsicht haben eine gemeinsame Stellungnahme abgegeben, die ebenfalls zusammengefasst wird.

Stellungnahme der Schulaufsicht
Berechnung der benötigten Klassen
solle ausschließlich auf Grundlage
des Klassenfrequenzrichtwertes erfolgen

Hinweise der Verwaltung
Die Berechnung bei der Maßnahmenplanung
erfolgt anhand des Klassenfrequenzrichtwertes
(siehe Seite 29 in der Anlage). Allerdings ist
aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage bei Bedarf der Klassenfrequenzhöchstwert auszuschöpfen, so dass auf dieser gesetzlichen
Grundlage jeweils auch die maximale Zahl an
zu beschulenden Schülern im Gebäude der
Schule genannt wird.

Es fehle der Komplex der Intensivpädagogischen Förderung. Intensivpädagogische Angebote insbesondere für den Schwerpunkt emotionale
und soziale Entwicklung und zusätzliche Raumangebote für sprachtherapeutische Förderangebote im
Schwerpunkt Sprache müssten in die
Gebäudeplanungen mit aufgenommen werden.

Es wird vorgeschlagen, ein gemeinsames Konzept mit der Schulaufsicht zu entwickeln. Erste
Überlegungen hierzu wurden am 9.12.2020
thematisiert.

Es bestehe die Notwendigkeit weitere Der Ausbau im Bereich Geistige Entwicklung
Räume zu errichten.
und LES-Primarstufe wurde bereits in die Maßnahmenplanung aufgenommen. Der Ausbau in
der LES-Sekundarstufe soll nun ebenfalls hinzukommen.
Raumdoppelnutzungen sollten systemorientiert geplant werden.

Laut Raumkonzepten wird seitens des Schulträgers von einer ganztägigen Nutzung der zur

Drucksache 1671/21 -

Seite - 8 -

Verfügung gestellten Räumlichkeiten ausgegangen. Wie die Schule diese Nutzungen tatsächlich umsetzt, muss sie für sich ausarbeiten.
Mit den Räumlichkeiten, die neben den eigentlichen Klassenräumen zur Verfügung gestellt
werden, ist bei einem kleineren offenen Ganztag
auch eine additive Lösung möglich. Sollte das
Konzept multifunktionale Nutzungen beinhalten,
so werden ggf. auch passende Möblierungen
beschafft.
Barrierefreiheit sei ein vernachlässigter Aspekt bei den baulichen Maßnahmen und müsste verbessert werden.

Die erforderlichen Maßnahmen zur Umsetzung
von Barrierefreiheit werden seitens des zentralen Gebäudemanagements im Rahmen künftiger Gebäudeplanungen nach den neusten
Standards umgesetzt.

Die Schule am Uerdinger Rundweg
solle zweizügig geführt werden, um
Differenzierungsangebote aufrecht
erhalten zu können.

Da der Gesetzgeber eine einzügige Schule zulässt und damit den Rahmen für die Funktionsfähigkeit gesetzt hat, hält der Schulträger es
nach wie vor für legitim, eine Schule auch einzügig zu planen. Das Gebäude Am Uerdinger
Rundweg lässt eine Zweizügigkeit aktuell nur
unter Vernachlässigung räumlicher Standards
zu. Seitens des Schulträgers wird der Nutzen
einer zweizügigen Schule ebenfalls gesehen
und auch befürwortet.
Inzwischen geht die Verwaltung jedoch angesichts der dargelegten gestiegenen Schülerzahlen davon aus, dass der Standort Uerdinger
Rundweg 2-zügig geführt und entsprechend
ausgebaut werden muss.

Dringende Planung der weiteren Förderschule Schwerpunkt Geistige Entwicklung

Die Notwendigkeit wird seitens der Verwaltung
ebenfalls gesehen, die entsprechende Machbarkeitsstudie ist in der Prioritätenliste an Platz
5 gesetzt.

Franz-Stollwerck-Schule
Stellungnahme der Schule
Anzahl der Klassenräume sollte an
Klassenfrequenzrichtwert angelehnt
sein

Hinweise der Verwaltung
Die Berechnung bei der Maßnahmenplanung
erfolgt anhand des Klassenfrequenzrichtwertes.
Allerdings ist aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage bei Bedarf der Klassenfrequenzhöchstwert auszuschöpfen, so dass auf dieser gesetzlichen Grundlage jeweils auch die maximale
Zahl an zu beschulenden Schülern im Gebäude

Drucksache 1671/21 -

Seite - 9 -

der Schule genannt wird.
Pro Klassenraum sollte ein Differenzierungsraum zur Verfügung stehen

Der Wunsch ist nachvollziehbar. Ob dies bei der
Erweiterung der Schule umsetzbar ist, ist im
Zuge der Machbarkeitsstudie zu ermitteln.

Doppelnutzung Differenzierungsraum/OGS-Raum wird abgelehnt

Laut Raumkonzepten wird seitens des Schulträgers von einer ganztägigen Nutzung der zur
Verfügung gestellten Räumlichkeiten ausgegangen. Wie die Schule diese Nutzungen tatsächlich umsetzt, muss sie für sich ausarbeiten.
Mit den Räumlichkeiten, die neben den eigentlichen Klassenräumen zur Verfügung gestellt
werden, ist bei einem kleineren offenen Ganztag
auch eine additive Lösung möglich. Sollte das
schulische Konzept multifunktionale Nutzungen
vorsehen, so werden ggf. auch passende Möblierungen durch die Schulverwaltung beschafft.

Klassenräume sollten zwischen 3,73,9 qm je Schüler groß sein.
Therapieräume sind zwingend notwendig
Schulsozialarbeiterraum soll unter
unterrichtliche Nutzung oder Sonstiges und es sollte mindestens zwei
Räume für jeweils bis zu 15 Kinder
geben

Alle folgenden detaillierten Wünsche zur Gestaltung des Raumprogramms wurden eingehend
geprüft. Die nun verwendeten teilweise angepassten Raumgrößen/Richtwerte sind dem
Raumprogramm in der Anlage zu entnehmen.
Das Raumprogramm bietet immer die Möglichkeit, im Rahmen der konkreten Umsetzung Verschiebungen zwischen den vorgesehenen
Räumlichkeiten bzw. Quadratmetern für einen
Raumtyp je nach Bedarf vorzunehmen. Die
Wünsche der jeweiligen Schule werden in der
ersten Phase der Planung mit Vertretern der
Schule, des Gebäudemanagements und der
Schulverwaltung besprochen und die Umsetzbarkeit geprüft.

Raum für OGS-Koordination sei zu
klein, da für 16 Personen
Für Snoezel- und Bewegungsraum
sollten mehr qm vorgesehen werden.
Die Aula sei nur bedingt als Bewegungsraum nutzbar
Es wird eine Aula gewünscht, die für
die gesamte Schülerzahl ausreicht
Im Moment hat die Schule bereits in
einem Jahrgang 4 Klassen gebildet.
Sollte 3-Zügigkeit angestrebt werden,
sollte eine Aufnahmebegrenzung eingeführt werden.

Da dies die einzige Schule dieses Schultyps ist,
dürfte eine Aufnahmebegrenzung rechtssicher
schwer umsetzbar sein. Für die Bildung von zusätzlichen Klassen werden 3 weitere Mehrzweckräume im Raumprogramm vorgesehen,
die bei Bedarf auch als Klassenräume genutzt
werden könnten.

Weitere Förderschule würde begrüßt, Die Option eines Teilstandortes wird seitens der
Teilstandort für die Schule abgelehnt Verwaltung ebenfalls nicht als sinnvoll angesehen.

Drucksache 1671/21 -

Erweiterungsbau sollte in jedem Fall
geschaffen werden, um schnellstmöglich Defizite zu beheben und den
Ausbau des Ganztags zu ermöglichen

Seite - 10 -

Aufgrund der Schülerzahlentwicklung der beiden letzten Jahre soll die Schule auf die volle
Dreizügigkeit ausgebaut werden. In der Maßnahmenplanung ist sie an 8. Stelle vorgesehen.
Im Schuljahr 2019/2020 wurden bereits zwei
weitere Klassenräume und ein Gruppenraum
zusätzlich zum Ersatz von zwei Klassenräumen
in Modelbauweise errichtet.

Erich Kästner Schule
Stellungnahme der Schule
Die Schule hat im Frühjahr 2019 bereits 158 SuS und prognostiziert für
das Schuljahr 2019/20 165

Hinweise der Verwaltung

Der Raumplanung wird zugestimmt.
Die Schule ist der Meinung, dass die
Beschulung von mehr als 210 Schülern an einer LES-Förderschule pädagogisch nicht zu verantworten sei.

Aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage ist bei
Bedarf der Klassenfrequenzhöchstwert auszuschöpfen, so dass auf dieser gesetzlichen
Grundlage jeweils auch die maximale Zahl der
zu beschulenden Schüler im Gebäude der
Schule genannt wird

Darstellung weiterer Ausstattungswünsche

Umnutzungen und damit einhergehende
Ausstattungsänderungen können mit der Schulverwaltung jederzeit abgesprochen werden.

Die Schule unterstützt die Anmerkun- Einige der Änderungsvorschläge aus diesem
gen zur Raumplanung, die im GeGespräch sind im Raumprogramm berücksichspräch zwischen Fachbereich Schule tigt worden.
und den Förderschulen im Dezember
2018 vorgebracht wurden.

Schule am Uerdinger Rundweg
Stellungnahme der Schule
Hinweise der Verwaltung
Die Schule hat im Frühjahr 2019 bereits 154 SuS und nimmt für das
Schuljahr 2019/20 34 Kinder in die 5.
Klasse auf.
Vorschlag der Umverteilung der SuS
an die Erich-Kästner-Schule zur Entlastung der Räumlichen Situation
wird abgelehnt.

Die Reduzierung der Schülerzahl steht inzwischen angesichts der insgesamt gestiegenen
Schülerzahl nicht mehr zur Diskussion.
Infolgedessen ist auch der offene Ganztag nicht

Drucksache 1671/21 -

Seite - 11 -

Die Reduzierung der Schülerzahl habe negative Auswirkungen auf die
Qualität der Schule, da das Fächerangebot eingeschränkt werden müsse und auch die Leistungsdifferenzierung nur mit zwei Parallelklassen zu
realisieren sei. Ebenso sei der Ganztag gefährdet.

mehr gefährdet. Seitens des Schulträgers wurde außerdem im Schuljahr 2018/2019 mit dem
Träger des offenen Ganztags eine Vereinbarung getroffen, damit dieser dauerhaft auch bei
Schwankungen der Schüleranzahl angeboten
werden kann.

Bitte um Überprüfung, ob die Kapazität der Schule durch Pavillons, Umzug in ein anderes Schulgebäude
oder durch einen Anbau erhöht werden könne.

Ein Umzug in ein anderes Schulgebäude wird
seitens des Schulträgers nicht vorgeschlagen,
die anderen Prüfvorschläge werden weiterverfolgt.

Eine Auslagerung von einzelnen
Klassen in ein anderes Gebäude wird
kritisch gesehen, sollte es sich nicht
in unmittelbarer Nähe zum Standort
am Uerdinger Rundweg befinden.
Klassenräume sollten größer als 55
qm sein, da die Kinder aufgrund der
Förderbedarfe einen höheren Platzbedarf hätten und sich auch weitere
Professionen im Klassenraum befänden

Alle detaillierten Wünsche zur Gestaltung des
Raumprogramms wurden eingehend geprüft.
Die nun verwendeten teilweise angepassten
Raumgrößen/Richtwerte sind dem Raumprogramm in der Anlage zu entnehmen.

Anzahl der Klassenräume sollte an
Klassenfrequenzrichtwert angelehnt
sein

Die Berechnung bei der Maßnahmenplanung
erfolgt anhand des Klassenfrequenzrichtwertes
(siehe Seite 29 in der Anlage). Allerdings ist
aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage bei Bedarf der Klassenfrequenzhöchstwert auszuschöpfen, so dass auf dieser gesetzlichen
Grundlage jeweils auch die maximale Zahl an
zu beschulenden Schülern im Gebäude der
Schule genannt wird.

Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule
Stellungnahme der Schule
Hinweise der Verwaltung
Die Schule hat im Frühjahr 2019 280
SuS und prognostiziert für das Schuljahr 2019/20 300. Weitere zwei Klassen müssen im Gebäude an der
Breslauer Straße beschult werden.
Die im Schulgesetz vorgesehenen
Kleinstgruppen für SuS mit

Da das Gesetz die Bildung von Kleinstgruppen
vorsieht, werden die Räumlichkeiten hierfür

Drucksache 1671/21 -

Seite - 12 -

Schwerstbehinderungen werden in
auch im Raumprogramm berücksichtigt. Wenn
der Praxis nicht gebildet und extra
sie in den aktuellen Konzepten der Schule nicht
Räume werden hierfür nicht benötigt. die Verwendung für Kleingruppen finden, so
können sie auch für andere Zwecke genutzt
werden.
Anzahl der SuS pro Klasse sollte anhand des Klassenfrequenzrichtwertes
geplant werden. Bei der Berechnung
der Raumgröße sollte der Klassenfrequenzhöchstwert zu Grunde gelegt
werden.

Die Berechnung bei der Maßnahmenplanung
erfolgt anhand des Klassenfrequenzrichtwertes
(siehe Seite 29 in der Anlage). Allerdings ist
aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage bei Bedarf der Klassenfrequenzhöchstwert auszuschöpfen, so dass auf dieser gesetzlichen
Grundlage jeweils auch die maximale Zahl an
zu beschulenden Schülern im Gebäude der
Schule genannt wird.

Da die Umsetzung einer weiteren
Förderschule für den Schwerpunkt
Geistige Entwicklung mehrere Jahre
in Anspruch nehmen wird, sollten die
derzeitig als Provisorium zur Verfügung gestellten Räume in der Breslauer Straße den Erfordernissen einer
Förderschule angepasst werden.

Soweit fiskalisch tragbar, wurde versucht das
Gebäude an der Breslauer Straße möglichst
weitgehend so umzubauen, dass es den Erfordernissen einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung entspricht. Dies
wird allerdings nicht an allen Stellen 100% zufriedenstellend funktionieren.

In den derzeitig zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten können aus
Sicht der Schule maximal 260-338
beschult werden. An den ordinären
Standorten Stettiner Straße und Alte
Flur 200 bis höchstens 260.

Dies entspricht den vorgelegten Berechnungen
der Verwaltung.

Einrichtung einer zweiten Förderschule wird begrüßt. Die Schule würde sich gerne in die Konzeptentwicklung einbringen.

Wenn die Phase 0 der Planung der neuen
Schule ansteht, kommt die Verwaltung gerne
auf das Angebot zurück.

Falls ein freiwerdendes Gebäude für
die neue Schule genutzt würde, wird
das Gebäude an der Breslauer Straße vorgeschlagen.

Die Verwaltung favorisiert den Neubau für eine
weitere Förderschule

Bis die neue Schule gegründet würSoweit dies möglich ist, wird dies seitens der
de, könnte die Bodelschwingh-Schule Verwaltung ebenfalls befürwortet und bereits
die Räumlichkeiten für weitere Klas- umgesetzt.
sen nutzen, um Kapazitäten für die
steigenden Schülerzahlen vorhalten
zu können.
Der Klassenraum sollte mindestens
4,5 qm pro Schüler vorhalten. Eine

Alle detaillierten Wünsche zur Gestaltung des
Raumprogramms wurden eingehend geprüft.

Drucksache 1671/21 -

Größe von 60-70 qm pro Klassenraum und 25 qm je Gruppenraum
wären wünschenswert.

Seite - 13 -

Die nun verwendeten teilweise angepassten
Raumgrößen/Richtwerte sind dem Raumprogramm in der Anlage zu entnehmen.

Weitere Wünsche der Schule zur
Ausstattung (siehe Stellungnahme)

Anlage(n):
(1) SEP Förderschulen
(2) Stellungnahme Schulaufsicht
(3) Stellungnahme Franz-Stollwerck-Schule
(4) Stellungnahme Erich Kästner Schule
(5) Stellungnahme Schule am Uerdinger Rundweg
(6) Stellungnahme Bodelschwingh-Schule

Drucksache 1671/21 -

Seite - 14 -

Finanzielle Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

Vorlage-Nr.

1671/21 -

1.

Mit der Durchführung der Maßnahme ergeben sich folgende Auswirkungen auf die
Haushaltswirtschaft:

☒

Keine unmittelbaren Auswirkungen

☐

Einmalige Auswirkungen

☐

Dauerhafte Auswirkungen

Innenauftrag:

P

Kostenart:
PSP-Element (investiv):
2.

☐

Die finanziellen Auswirkungen des Beschlusses sind im Haushaltsplan des Jahres
2021 berücksichtigt.
Ja

☐

Nein

3.1 Konsumtiv
☐

Einmalige Auswirkungen
Aufwendungen

0 Euro

Abzüglich Erträge

0 Euro

Saldo

0 Euro

☐

Dauerhafte Auswirkungen

☐

Dauerhafte Auswirkungen

3.2 Investiv
☐

Einmalige Auswirkungen
Auszahlungen

0 Euro

Abzüglich Einzahlungen

0 Euro

Saldo

0 Euro

Bemerkungen bzw. während der vorläufigen Haushaltsführung Begründung gemäß § 82
Abs. 1 GO: