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Verwaltungsvorlage (Ausbau der Schulsozialarbeit)

                                    
                                        Vorlage des Oberbürgermeisters
-öffentlichVorlagennummer

Fachbereich

1707/21 -

51

Beratungsfolge
Jugendhilfeausschuss - Ausschuss für Kinder, Jugend
und Familie
Ausschuss für Schule und Weiterbildung

Sitzungstermin

Beschlussform

02.09.2021

zur Kenntnis

15.09.2021

zur Kenntnis

Rat

16.09.2021

beschließend

Betreff
Ausbau der Schulsozialarbeit
Beschlussentwurf
1. Der Jugendhilfeausschuss und der Ausschuss für Schule und Weiterbildung nehmen die Ausführungen zum geplanten Ausbau der Schulsozialarbeit in Krefeld zur Kenntnis
2. Der Jugendhilfeausschuss und der Ausschuss für Schule und Weiterbildung empfehlen dem
Rat, auf Grundlage des bereits verabschiedeten Rahmenkonzeptes zur Schulsozialarbeit in Krefeld, den zunächst geförderten Ausbau der Schulsozialarbeit im Folgenden abhängig von weiteren Fördermitteln oder anderer Finanzierung fortzuführen.

Reihenfolge des Umlaufs
Sachbearbeitung
mit Datum

FBLeitung
mit
Datum

Mitzeichnung
FB:
mit Datum

FachGBL

GB
II

GB
III

GB
IV

GB
V

GB
VI

mit
Datum

mit
Datum

mit
Datum

mit
Datum

mit
Datum

mit
Datum

Oberbürgermeister

Weiter
an
Büro
OB

Drucksache 1707/21 -

Seite - 2 -

Begründung
Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am 29.05.2019 und der Ausschuss für Schule und
Weiterbildung hat in seiner Sitzung vom 03.07.2019 das Rahmenkonzept zur Umsetzung der
Schulsozialarbeit in Krefeld (Vorlage 7085/19) zur Kenntnis genommen. Bestandteil des Rahmenkonzeptes ist der Plan, die Schulsozialarbeit in Krefeld gegenüber der gegenwärtigen Situation
weiter auszubauen. Durch die aktuell zur Verfügung gestellten Bundesmittel des Programms „Aufholen nach Corona“ besteht eine sehr günstige Gelegenheit, den bereits geplanten Ausbau der
Schulsozialarbeit zunächst für den Zeitraum bis Ende 2022 umzusetzen. Die Umsetzung im Haushaltsjahr 2021 erfolgt kostenneutral und im Haushaltsjahr 2022 ist mit einem städtischen Eigenanteil von 39.637,64 EUR zu rechnen.

Ausbau Schulsozialarbeit
Ausgangslage
Bereits seit vielen Jahren ist die Kommunale Zentralstelle für Beschäftigungsförderung
(Kom.ZFB) des Fachbereiches Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung (FB 51) im Auftrag der Kommune in der Jugendsozialarbeit/Schulsozialarbeit nach § 13 SGB VIII tätig.
Mit der Implementierung des Bundesprogramms „Bildung und Teilhabe“ (BuT) seit 2011
konnte die kommunale Schulsozialarbeit an ausgewählten Grundschulen, Berufskollegs
sowie Haupt-, Real- und Gesamtschulen in der Verantwortung der Fachbereiche Schule,
pädagogischer und psychologischer Dienst (FB 40) und 51 weiter ausgebaut werden.
Schritte in Richtung Verstetigung der Schulsozialarbeit unternahm das Land NRW mit dem
Start des Anschlussprogramms „Soziale Arbeit an Schulen“ mit dem in Krefeld in Verbindung mit nicht verausgabten Restmitteln der Bundesförderung die Schulsozialarbeit fortgeführt wurde. Hierbei wurden 2018 erstmals ergänzend städtische Eigenmittel zur Verfügung gestellt. Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Landtag ist für den Haushalt 2022
überdies geplant, die Finanzierung des Landesprogramms „Soziale Arbeit an Schulen"
sicherzustellen. Zugleich - auch gestärkt durch die Aufnahme der Schulsozialarbeit als
eigenständige Norm § 13 a in das reformierte SGB VIII – arbeiten das MSB und das
MKFFI des Landes NRW an der Verstetigung und dem Ausbau der Schulsozialarbeit mit
einheitlichen Qualitätsstandards und klaren Förderstrukturen unter Beibehaltung der Trägervielfalt.
Das Landesprogramm „Soziale Arbeit an Schulen“ richtet sich an die Gruppe „bedürftiger
Kinder und Jugendlicher, bei denen soziale Benachteiligungen ausgeglichen und gleiche
Chancen auf Bildung und Teilhabe hergestellt werden sollen. Weiterhin soll die gesellschaftliche und berufliche Integration durch Bildung sowie die Vermeidung/Verringerung
von Bildungsarmut und sozialer Exklusion verfolgt werden“.
In 2020 konnten die Mittel der Integrationspauschale nach §14c Teilhabe und Integrationsgesetz NRW für die Schaffung fünf zusätzlicher Funktionen an den Grund- und Förderschulen eingesetzt werden. Insbesondere in den Schulen mit einem hohen Anteil an
Kindern mit Migrationshintergrund, insbesondere geflüchteten Kindern, werden die Kinder
in und mit ihren Familien mit dem Fokus auf soziale und gesellschaftliche Teilhabe sozialpädagogisch gestärkt. Die entsprechenden Funktionen sind bis zum 30.11.2022 befristet
und sollen anschließend verstetigt werden.
In dem 2019 in den verschiedenen Gremien der Bildungsregion verabschiedeten gemeinsamen „Rahmenkonzept Schulsozialarbeit in Krefeld“ wird auf die zunehmenden Herausforderungen in Schule hinsichtlich der sozialen, kulturellen, schulischen und beruflichen
Integration von Kindern und ihren Familien hingewiesen. So kann der Beschluss des Verwaltungsvorstandes vom 11.09.2018, die Schulsozialarbeit in Krefeld auszubauen, als
notwendige Konsequenz angesehen werden.

Drucksache 1707/21 -

Seite - 3 -

Die Krefelder Schulsozialarbeit unterliegt gemäß der Rahmenvereinbarung einer gemeinsamen staatlich-kommunalen Gesamtsteuerung unter der Leitung der Fachbereiche 51
und 40 sowie der unteren Schulaufsicht unter Beteiligung der freien Träger, der Schulen
sowie von FB 56. Seit Einführung der Schulsozialarbeit setzt sich diese Steuerungsrunde
im Jour fixe Jugendhilfe – Schule mit dem Thema Bedarfsermittlung insbesondere unter
den Aspekten ‘Notwendigkeit und Angemessenheit‘ auseinander. Der Personaleinsatz
erfolgt erst nach einer eingehenden Überprüfung des Bedarfes.
Derzeit ist die kommunale Schulsozialarbeit an fast allen Schulen im Bereich der Sekundarstufen I und II vertreten (ausgenommen hiervon sind die Gymnasien aufgrund der Zielgruppen). An den Grundschulen sind 14 von 29 Schulen mit Stellen – (anteilen) Schulsozialarbeit ausgestattet. Das Rahmenkonzept und der kommunale Kinder- und Jugendförderplan sehen einen flächendeckenden Ausbau von Schulsozialarbeit insbesondere an
den Grundschulen vor. Dies soll weiterhin in enger Abstimmung mit den staatlichen Schulaufsichten und dem Fachbereich 40 erfolgen. Zur qualitativen Überprüfung des Bedarfes
trägt seit 2020 auch der vorliegende Grundschulsozialindex bei, der vom FB 40 (Regionales Bildungsbüro) erstellt wurde.
Inhalte der Schulsozialarbeit
Grundsätzlich arbeiten alle Fachkräfte der Schulsozialarbeit auf der Grundlage des Rahmenkonzeptes „Schulsozialarbeit“ sowie des kommunalen Kinder- und Jugendförderplanes. Schulsozialarbeit trägt dazu bei, Problemlagen bei Kindern, Jugendlichen und ihren
Familien frühzeitig zu erkennen und diesen durch geeignete sozialpädagogische Angebote
präventiv zu begegnen. Am Lern- und Lebensort Schule haben die Fachkräfte eine Brückenfunktion zwischen Schule und den Akteuren des Sozialraumes (Jugendfreizeiteinrichtung, bezirkliche Sozialarbeit, Beratungsstellen, Sportvereine etc,).
Die wesentlichen Tätigkeiten der Fachkräfte sind:
- Erarbeitung und Umsetzung von schuleigenen Konzepten zur sozialen, schulischen,
beruflichen und interkulturellen Integration von Kindern und Jugendlichen in enger Kooperation mit der Schulleitung dem Offenen Ganztag sowie anderen an Schulen tätigen Institutionen
- Durchführung von individueller Einzelfallhilfe für Kinder, Jugendliche und deren Familien
nach dem Handlungskonzept „Case Management (Anamnese, Diagnose, Förderplanung,
Monitoring, Evaluation)“
- Entwicklung und Durchführung von Angeboten zur Vermeidung von Schulabsentismus
- Konzeptionierung und Durchführung von Gruppenangeboten und sozialen Lerntrainings
- Netzwerkarbeit mit allen in und an Schulen relevanten Fachkräften und –diensten
- Integration in die vorhandenen non-formalen Bildungsangebote
- Erhöhung der Inanspruchnahme von Regelleistungen
Vermittlung von Leistungen des BuT-Paketes, Information über das Bildungssystem, Interkulturelle Angebote, spezielle Angebote für Eltern wie z.B. (Sprach-)Cafés, Vernetzung in
den Sozialraum und vieles mehr werden durch Schulsozialarbeit initiiert und an den Schulen auch strukturell etabliert.

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Seite - 4 -

Ermittlung der Bedarfe an den Grundschulen
Wie bereits oben festgestellt, besteht gerade an den Grundschulen ein hoher Bedarf, die
Schulsozialarbeit auszubauen. Die Strategie „Ungleiches ungleich behandeln“ verfolgend,
wurde bei der Ermittlung der spezifischen Bedarfe der Grundschulen neben dem Schulsozialindex auch die Anzahl der Schüler/-innen zur Ermittlung der Ressourcenverteilung herangezogen. Aus den Rückmeldungen der Schulen, die bereits über Schulsozialarbeit verfügen, wurde ein aktueller Bedarfspunktwert für eine Funktion (Vollzeit) ermittelt. Schulen,
die nach der aktuellen Berechnung einen Bedarf von weniger als einer Funktion haben,
sollen dennoch berücksichtigt werden. Im ersten Schritt sollen mehrere Schulen mit geringerem Bedarf sozialraum-/bezirksbezogen kooperieren und eine „gemeinsame“ Funktion
Schulsozialarbeit erhalten. Nach dieser Bedarfsermittlung sind aktuell an den Grundschulen insgesamt 7 Funktionen Schulsozialarbeit zu schaffen (s.u.).
Aufgrund der besonders massiven Problemlagen der Kinder soll zusätzlich an der FranzStollwerk-Schule (Förderschule für Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung Primarstufe) die bestehende Funktion „Schulsozialarbeit“ um 0,5 Stellenanteile erweitert
werden. Eine weitere Erweiterung der Schulsozialarbeit um 0,5 Stellenanteile soll ebenso
an der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule erfolgen. Nicht nur bedingt durch den Wegfall der
Hauptschulen haben sich hier Problematiken wie Schulabsentismus und Bildungsbenachteiligungen verstärkt.
Für die Koordination des Einsatzes der Schulsozialarbeit an den Grundschulen, der Qualitätsentwicklung nach §79 a SGB VIII sowie der kontinuierlichen Bedarfsermittlung und
Evaluation ist die Einrichtung einer Funktion „Koordinierung/Grundsatzfragen Schulsozialarbeit“ unabdingbar.
Personelle Verteilung an den Grundschulen
Die personelle Verteilung der Funktionen ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
Der Haupteinsatzort der Funktion Schulsozialarbeit bei kooperierenden Schulen im Bezirk
ist fett markiert.

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Schulsozialarbeit
Bezirk

Grundschule

aktuell

weiterer Bedarf
0,5

1-West

GGS Krähenfeld

1

1-West

Lindenschule,
St.-Michael-Schule,

0

1

Forstwaldschule
1-West

Josefschule

1,5

0

2-Nord

Pestalozzischule

0

1

2-Nord

Jahnschule

1

0

3-Hüls

Astrid-Lindgren-Schule,
Grundschule an der Burg

0

1

4-Mitte

Mosaikschule (2 Standorte)

1,5

0,5

4-Mitte

Brüder-Grimm-Schule, Bismarckschule

1

0,5

4-Mitte

Mariannenschule

2

0

5-Süd

Buchenschule

1,5

0,5

5-Süd

Regenbogenschule

1

0

6-Fischeln

Am Stadtpark Fischeln
(2 Standorte)

1,5

0

6-Fischeln

Grundschule Königshof,
Südschule

0

1

7Oppum/Linn

Johansenschule

2

-1

7Oppum/Linn

Schönwasserschule, Geschwister-Scholl-Schule

1

0

0

1

8-Ost

9-Uerdingen

Schule an Haus Rath, Sollbrüggenschule,
Buscher Holzweg,
Grotenburg Schule
Paul-Gerhardt-Schule, Heinrichsschule,

0

1

Edith-Stein-Schule

Durch die zwischenzeitlich zusätzlich eingerichtete Landes-Stelle Schulsozialarbeit an der
Johansenschule (7-Oppum/Linn) entsteht dort ein Überhang von einer Stelle. Daher soll
perspektivisch die kommunale Stelle Schulsozialarbeit an der Grotenburg-schule eingesetzt und auch für die weiteren Grundschulen im Bezirk 8-Ost zuständig sein.
Somit verfügen alle Grundschulen über Stellenanteile „Schulsozialarbeit“, die sich an den
Bedarfen der jeweiligen Kinder und ihrer Familien der unterschiedlichen Schulen orientieren. Bei der Zuweisung der Stellenanteile an freie Träger wird darauf geachtet, dass verschiedene Schulsozialarbeitsträgerschaften an einer Schule vermieden werden.

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Kostenplanung
Zum 01.10.2021 sollen insgesamt 8 zusätzliche Funktionen Schulsozialarbeit (S 11b) und
eine Funktion „Koordination und Grundsatzfragen Schulsozialarbeit“ (S 17) geschaffen
werden.
Die Verteilung der Stellen erfolgt, wie bereits beschrieben, mit sieben Funktionen „Schulsozialarbeit an Grundschulen“ und einer 0,5 Stelle „Schulsozialarbeit Gesamtschule“ bei
freien Trägern und insgesamt einer 0,5 Funktion „Schulsozialarbeit an Förderschulen“ sowie einer Funktion „Koordination und Grundsatzfragen“ bei der Kom.ZFB.
Die verwaltungsgemäße Abwicklung kann voraussichtlich mit dem bereits vorhandenen
Personal erfolgen. Es fallen folglich hierfür keine weiteren Kosten an.
Unter Berücksichtigung der städt. Mittelwerte für Personalkosten und der Arbeitsplatzkosten der Kom.ZFB, auch für die freien Träger, ist für das Jahr 2021 mit folgenden Kosten zu
rechnen:
2021
Personalkosten (Mittelwerte 2020 incl. 1%
jährl. Steigerungsrate )
ArbPl Kosten Kom.ZFB
Sachkosten für Teilnehmende
-ErfahrungswertBundesfördermittel
Städtischer Eigenanteil

2022

150.338,50 €

607.367,54 €

10.125,00 €

40.500,00 €

5.344,07 €

21.376,26 €

165.807,57 €

669.243,80 €

0,00 €

39.637,64 €

Die für den Zeitraum vom 01.10.2021 bis zum 31.12.2021 zu erwarteten Kosten von
165.807,57 EUR sollen durch die Inanspruchnahme von Fördermitteln des Bundesprogramms „Aufholen nach Corona“ (314.803,08 Euro für 2021) vollständig finanziert werden.
Sollte eine Übertragbarkeit der nicht in Anspruch genommenen Mittel des Jahres 2021
ausgeschlossen sein, übersteigen die im Jahr 2022 voraussichtlich entstehenden Kosten
die Bundesfördermittel des Jahres 2022 um 39.637,64 EUR. Die genauen Einzelheiten
bzgl. der Förderungsbindung sind momentan noch nicht bekannt. Insofern könnten der
Stadt Krefeld im Falle einer jährlichen Bindung der Fördermittel während des Gesamtzeitraumes von 15 Monaten Eigenanteile i.H.v. insgesamt ca. 39.637,64 EUR für eine signifikante Aufstockung und Intensivierung der Schulsozialarbeit entstehen.
Aus den Erfahrungen der Umsetzung von Schulsozialarbeit, insbesondere der Ausweitung
der Schulsozialarbeit in den letzten 10 Jahren, wurde deutlich, dass insbesondere eine
konstante Präsenz von schulsozialpädagogischen Fachkräften an den Schulen für den
Aufbau einer besonderen Vertrauensbasis und damit für eine nachhaltige Verbesserung
der Situation sorgen kann.
Es ist daher geplant, auch nach Beendigung der Bundesförderung den Ausbau der Schulsozialarbeit entsprechend des bereits verabschiedeten „Rahmenkonzept Schulsozialarbeit
in Krefeld“ zu verstetigen und die Fördermittel des aktuellen Bundesprogramms zur Umsetzung des Rahmenkonzeptes im Sinne des Bundesprogramms „Aufholen nach Corona“
zu verwenden.

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Unter Beibehaltung der personellen Ausstattung entstehen voraussichtlich auch in den
Folgejahren Gesamtkosten i.H.v. jährlich ca. 669.244 EUR zzgl. allgemeiner Kostensteigerungsraten.
Finanzierung der zusätzlichen Funktionen
Mit dem Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“ stellt der Bund insgesamt zwei Milliarden Euro zum Ausgleich pandemiebedingter Problemlagen zur Verfügung. Für Krefeld
stehen laut Stand heute für das Jahr 2021 314.803,08 Euro und für das Jahr 2022
629.606,16 Euro für Angebote der Jugendsozialarbeit, der sozialen Arbeit an Schulen/Schulsozialarbeit und den Ausbau von Freiwilligendiensten zur Verfügung. Auf der
Grundlage des §4 SGB VIII sollen die in der Schulsozialarbeit/Jugendsozialarbeit erfahrenen Jugendhilfeträger die erforderlichen Fördermittel für die Implementierung der sieben
zusätzlichen Funktionen „Schulsozialarbeit an Grundschulen“ sowie der 0,5 Funktion
„Schulsozialarbeit an einer Gesamtschule“ beim Fachbereich 51 beantragen. Die Funktionen „Schulsozialarbeit an der Förderschule sowie Koordination und Grundsatzfragen“
werden bei der Kom.ZFB eingerichtet. Die Durchführung der Angebote geschieht auf der
Grundlage der Förderrichtlinien (liegen derzeit noch nicht vor), des §13a SGB VIII, des
kommunalen Kinder- und Jugendförderplanes sowie des Rahmenkonzeptes „Schulsozialarbeit“.
Blick auf die Zukunft der Schulsozialarbeit in Krefeld
Das Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“ bietet die Gelegenheit einer Anschubfinanzierung für die notwendige Verstetigung der Schulsozialarbeit in Krefeld. Bildungsbenachteiligung, auch hinsichtlich von Digitalisierung, aber auch anderen Problematiken wie
Schulabsentismus, mangelnde Integration/Inklusion und soziale Teilhabe zeigen, dass
Schulsozialarbeit an allen Krefelder Schulen verstetigt werden muss. Unter Berücksichtigung der Aspekte ‘Notwendigkeit und Angemessenheit‘ sollte perspektivisch durch die
Senkung des Bedarfspunktwertes das Ziel „Jede Schule hat ihre eigene Fachkraft Schulsozialarbeit“ verfolgt werden.

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Finanzielle Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

Vorlage-Nr.

1707/21 -

1.

Mit der Durchführung der Maßnahme ergeben sich folgende Auswirkungen auf die
Haushaltswirtschaft:

☐

Keine unmittelbaren Auswirkungen

☐

Einmalige Auswirkungen

☒

Dauerhafte Auswirkungen

Innenauftrag:

P

Kostenart:

0510403 4301 und 4302 Schulbezogene Jugendsozialarbeit NW/Mitte und Süd/Ost
41440000 Zuw. und Zuschüsse für lfd. Zwecke s.,
PK-div 50erKten (entsprechende Personalkostenarten),
52380000 Erstattung lfd. Verw.-tätigk. an übrige,
52910000 Aufwendungen für sonstige Dienstleistung,
52819000 sonstige Sachleistungen

PSP-Element (investiv):
2.

☐

Die finanziellen Auswirkungen des Beschlusses sind im Haushaltsplan des Jahres
2021 berücksichtigt.
Ja

☒

Nein

3.1 Konsumtiv
☐

Einmalige Auswirkungen
Aufwendungen

165.807,00 Euro

Abzüglich Erträge

165.807,00 Euro

Saldo

☒

Dauerhafte Auswirkungen

☐

Dauerhafte Auswirkungen

0 Euro

3.2 Investiv
☐

Einmalige Auswirkungen
Auszahlungen

0 Euro

Abzüglich Einzahlungen

0 Euro

Saldo

0 Euro

Bemerkungen bzw. während der vorläufigen Haushaltsführung Begründung gemäß § 82
Abs. 1 GO:
Die vorgenannte Darstellung bezieht sich lediglich auf das HHJahr 2021 ab dem 01.10.2021.
Die Bundesförderung ist derzeit bis zum 31.12.2022 geplant. Die Regelungen hinsichtlich
der zeitlichen Bindung sind zzt. nicht bekannt. Für den Fall der Übertragbarkeit der Mittel
für 2021 in das Jahr 2022 werden voraussichtlich auch für 2022 keine städt. Eigenanteile
bei Gesamtkosten i.H.v. ca. 669.244,00 EUR jährlich anfallen. Sollte es ab dem HHJahr 2023
keine weiteren Fördermittel geben, so ist über die weitere Finanzierung im Folgenden
nochmal gesondert zu entscheiden.

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