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Verwaltungsvorlage (Neubau einer viergruppigen Kita an der Dürerstraße – Vorstellung der Machbarkeitsstudie)

                                    
                                        Vorlage des Oberbürgermeisters
-öffentlichVorlagennummer

ZGM

1046/21 -

Beratungsfolge

Sitzungstermin

Beschlussform

Bezirksvertretung Mitte
Jugendhilfeausschuss - Ausschuss für Kinder, Jugend
und Familie
Betriebsausschuss Zentrales Gebäudemanagement

05.05.2021

zur Kenntnis

12.05.2021

zur Kenntnis

01.07.2021

beschließend

Betreff
Neubau einer viergruppigen Kita an der Dürerstraße – Vorstellung der Machbarkeitsstudie
Beschlussentwurf
1. Der Betriebsausschuss stimmt
a) der Machbarkeitsstudie zu
b) beauftragt das ZGM mit der Planung des Neubaus einer viergruppigen Kita an der Dürerstraße bis zur Leistungsphase 3 (Stufe I).
2. Die Bezirksvertretung Krefeld Mitte nimmt die vorgestellte Machbarkeitsstudie zum Neubau
einer viergruppigen Kita an der Dürerstraße zur Kenntnis.
3. Der Jugendhilfeausschuss nimmt die vorgestellte Machbarkeitsstudie zum Neubau einer viergruppigen Kita an der Dürerstraße zur Kenntnis.

Reihenfolge des Umlaufs
Sachbearbeitung
mit Datum

FBLeitung
mit
Datum

Mitzeichnung
FB:
mit Datum

FachGBL

GB
II

GB
III

GB
IV

GB
V

GB
VI

mit
Datum

mit
Datum

mit
Datum

mit
Datum

mit
Datum

mit
Datum

Oberbürgermeister

Weiter
an
Büro
OB

Drucksache 1046/21 -

Seite - 2 -

Begründung
Ausgangslage
Rechtliche Verpflichtung gemäß § 24 Abs. 1 SGB VIII
Für Kinder unter 3 Jahren besteht laut Sozialgesetzbuch ein Anspruch auf entsprechende Förderung in geeigneten Kindertageseinrichtungen und -tagespflege. Zur Schaffung ausreichender und
geeigneter U3-Plätze ist die Stadt Krefeld somit per Gesetz gebunden. Die derzeit zur Verfügung
stehenden U3-Plätze decken den vorhandenen Bedarf nicht ab.
Kinder ab dem 1. Lebensjahr haben seit August 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Dies garantiert das Kinderförderungsgesetz (KiföG) vom 10. Dezember 2008. Ein bedarfsgerechtes Angebot wird darüber hinaus auch für jüngere Kinder gefordert. Für 35 % der unter
Dreijährigen müssen Betreuungsplätze in Kitas oder Kindertagespflege vorhanden sein. Darauf
einigten sich Bund, Länder und Kommunen. Diese Versorgungsquote ist in Großstädten nicht ausreichend. Daher sind weitere Ausbauprogramme notwendig.
Der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren ist seit Jahren stark steigend. Eine
Bedarfsquote von 40% (+5%-Punkte) ist unumgänglich und wird voraussichtlich, gerade für Kinder
zwischen einem Jahr und unter drei Jahren, weiter steigen.
Der Rat der Stadt Krefeld hat am 23. Juni 2009 beschlossen, das Betreuungsangebot für unter
Dreijährige bedarfsgerecht auszubauen (Vorlage 4702/09). In der Vorlage wird ausgeführt, dass –
neben zahlreichen Umbaumaßnahmen – rund 70 Gruppen neu geschaffen werden müssten, damit
35 % der unter Dreijährigen mit einem Kitaplatz oder einer Kindertagespflege versorgt werden
könnten. Mit Ratsbeschluss vom 24. Juni 2010 wurde die Umsetzung in zwei Blöcken festgelegt.
An der Dürerstraße in Krefeld ist eine Kindertageseinrichtung mit vier Gruppen geplant. Dort können ca. 90 Kinder ab dem Alter von 6 Monaten bis zum Schuleintritt betreut werden.
Beschreibung der Machbarkeitsstudie:
Bebauungsplan
Der Bebauungsplan Nr. 051 – Moltkestraße – Hunzigerstraße – Grenzstraße – Uerdinger Straße –
aus dem Jahr 1893 ist rechtskräftig.
Es handelt sich hierbei um einen Fluchtlinienplan, der für dieses Gebiet eine Vorgartenzone vorsieht, die nicht bebaut werden darf. Die Gestaltungs- und Erhaltungssatzung Nr. 6 14 „Satzung zur
Erhaltung und Gestaltung baulicher Anlagen sowie zur Erhaltung der Eigenart des Gebietes im
Bereich Krefeld-Mitte – Husarenallee / Jentgesallee / Grenzstraße / Uerdinger Straße / Philadelphiastraße / Goethestraße / Wielandstraße / Moerser Straße “ sieht unter anderem vor, dass
Vorgärten gärtnerisch zu gestalten und zu pflegen sind. Stellplätze sollen nicht in den Bereich von
Vorgärten geplant werden.
Zugänge / Anfahrt / Parkplätze
Das Grundstück liegt im Bezirk Krefeld Mitte. Durch die Lage direkt an der Hauptverkehrsstraße ist
die Anbindung durch zwei Straßenbahnlinien an den öffentlichen Personennahverkehr optimal
gegeben. Dem Grundstück liegt der Sprödentalplatz gegenüber, auf dem kostenfreies parken möglich ist. Ebenfalls befinden sich an der Straße öffentliche Parkbuchten. Auf dem Grundstück selber
sind ein barrierefreier Stellplatz sowie Fahrradstellplätze vorgesehen. Dieser Stellplatz ist innerhalb
der Vorgartenzone geplant und wird mit der Bauaufsicht abgestimmt. Der Stellplatz wird ausschließlich tagsüber während der Betriebszeiten der Kindertagesstätte genutzt wird. Des Weiteren
ist der Stellplatz nahe am Eingangsbereich, durchfährt diesen sensiblen Bereich jedoch nicht und
stellt somit keine Gefahr für die ein- und austretenden Kinder dar.

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Seite - 3 -

Lage und Konzept KiTa
Der Baukörper der 4zügigen KiTa soll zum angrenzenden Baudenkmal Dürerstr. 8 mindestens
16m Abstand halten und den vorhandenen schützenswerten Baumbestand möglichst erhalten.
Das Raumprogramm einer Kindertagesstätte für 4 Gruppen kann in einem Winkelbau mit den
Längsseitenmaßen von 18 x 31 m untergebracht werden. Zur Uerdinger Straße ist das Gebäude
3geschossig, zur Dürerstraße hin nur 2geschossig.
Durch diese Lage und Anordnung des Baukörpers können in jedem Fall 3, im besten Fall 4 der
erhaltenswerten Bäume auf dem Grundstück erhalten bleiben. Des Weiteren wird ein, von den
Straßen geschützter Spielbereich geschaffen. Das Gebäude ist teilunterkellert und schafft so zusätzlich Lager- und Abstellflächen. Die Erschließung erfolgt über den Haupteingang im Westen.
Hier sind auch die Fahrradabstellplätze vorgesehen. Im Bereich des Eingangs gibt es zunächst
das Eltern-Café und daran angrenzend das Büro der KiTa-Leitung, sowie eine barrierefreie WCAnlage für Besucher.
Der Bereich mit den Gruppenräume 1 und 2 ist vom öffentlichen Eingangsbereich abgetrennt und
bildet so eine kleine Einheit. Die oberen Geschosse sind mittels Treppe und Aufzug auch barrierefrei zu erreichen.
Die Gruppenaufteilung im Erdgeschoss sowie im 1. Obergeschoss sind gleich geplant. Die Gruppenräume verlaufen entlang großzügiger Spielflure und sind nach Osten orientiert. Je 2 Gruppen
steht ein Differenzierungsraum sowie sanitäre Anlagen zur Verfügung. Für das Personal gibt es in
jeder Etage ein eigenes Personal-WC, sowie ein barrierefreies WC.
Im 2. Obergeschoss befindet sich die Küche sowie ein weiteres Büro. Ebenfalls ist hier der Mehrzweckraum mit Wassererfahrung für die Kleinsten angesiedelt.
Das Konzept der KiTa sieht zwei U3-Gruppen vor, die hier betreut werden können.
Der Außenbereich ist vom Erdgeschoss über den Spielflur direkt zu erreichen, vom 1. Obergeschoss führt ein Außenbalkon mit Außentreppe in den Spielbereich.

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Seite - 4 -

Für die KiTa an der Dürerstraße ergibt sich folgendes Raumprogramm:
Raum
4 Gruppenräume
4 Nebenräume
2 WC-Kinder mit Pflege
1 Wassererfahrung
2 Abstellräume
Mehrzweckraum inkl. Geräteraum
Küche inkl. Nebenraum und Umkleide
2 WC-Anlage für Personal
2 WC-Anlagen für Besucher und Personal, WC barrierefrei
Putzmittelraum
2 Differenzierungsraum
Büro Leitung
Büro
Personal/ Besprechung
Eltern-Café
Kinderwagenabstellraum
Hausanschlussraum
Gesamt Nutzfläche

m²/Einheit
46 m²
22 m²
26 m²
23 m²
10 m²
68 m²
36 m²
5 m²
6 m²
37 m²
20 m²
18 m²
20 m²
30 m²
26 m²
27 m²
68 m²

Gesamt
184 m²
88 m²
52 m²
23 m²
20 m²
68 m²
36 m²
10 m²
12 m²
37 m²
40 m²
18 m²
20 m²
30 m²
26 m²
27 m²
68 m²
759 m²

Der Neubau wird barrierefrei geplant und mit rollstuhlgerechter WC-Anlage, sowohl für Besucher
als auch dort untergebrachte Kinder, ausgestattet.
Außengelände
Der Außenspielbereich mit einer Fläche von ca. 957 m² erfüllt die vom LVR gestellten Mindestanforderungen von 10-12m² pro Kind. Die Fläche ist nach Nord-Westen orientiert.
Zur Untersuchung der Höhenunterschiede, sowie der genauen Position der Bäume auf dem Gelände, ist ein Lageplan mit diesen Angaben erstellt worden.
Nachhaltigkeit
Das Dach der 4-zügigen KiTa wird als Gründach ausgebildet. Zusätzlich ist die Montage einer
Photovoltaikanlage vorgesehen. Die neuen Baustandards der Stadt Krefeld einschließlich der
Nachhaltigkeitskriterien werden vollständig umgesetzt.
Grobkostenschätzung
Die Gesamtkosten für dieses Projekt werden nach aktuellem Planstand auf ca. 5.000.000 € brutto
geschätzt.
KG 200 Herrichten und Erschließen
KG 300 Bauwerk – Baukonstruktion
KG 400 Bauwerk – technische Anlagen
KG 500 Außenanlagen
KG 600 Ausstattung und Kunstwerke
KG 700 Baunebenkosten
Zwischensumme
Kostenvarianz von ca. 20%
Gesamt

50.000 EUR
2.016.000 EUR
784.000 EUR
300.000 EUR
120.000 EUR
850.500 EUR
4.120.500 EUR
879.500 EUR
5.000.000 EUR

Drucksache 1046/21 -

Seite - 5 -

Terminplan
Eine Bauvoranfrage wurde im November 2020 eingereicht. Ein positiver Bescheid wurde auf Basis
der aktuellen Planung in Aussicht gestellt.
In Erwartung eines positiven Bescheids werden die Generalplanerleistungen in diesem Jahr im
Rahmen eines VgV-Verfahrens EU-weit ausgeschrieben.
Anlage(n):
(1) Anlage 1_Grundlagen Flächen
(2) Anlage 2_Lageplan Grundriss
(3) Anlage 3_GR UG
(4) Anlage 4_GR EG
(5) Anlage 5_GR 1.OG
(6) Anlage 6_GR 2.OG
(7) Anlage 7_Dachaufsicht
(8) Anlage 8_Systemschnitt
(9) Anlage 9_Perspektive

Drucksache 1046/21 -

Seite - 6 -

Finanzielle Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

Vorlage-Nr.

1046/21 -

1.

Mit der Durchführung der Maßnahme ergeben sich folgende Auswirkungen auf die
Haushaltswirtschaft:

☐

Keine unmittelbaren Auswirkungen

☒

Einmalige Auswirkungen

☐

Dauerhafte Auswirkungen

Innenauftrag:

P

Kostenart:
Investiv-Nr:
2.

☒

21E22103, U3, Neubau, Stufenplan II c, Kita Dürer Str.

Die finanziellen Auswirkungen des Beschlusses sind im Wirtschaftsplan des Jahres
2021 berücksichtigt.
Ja

☐

Nein

3.1 Konsumtiv
☐

Einmalige Auswirkungen
Aufwendungen

0 Euro

Abzüglich Erträge

0 Euro

Saldo

0 Euro

☐

Dauerhafte Auswirkungen

☐

Dauerhafte Auswirkungen

3.2 Investiv
☒

Einmalige Auswirkungen
Auszahlungen
Abzüglich Einzahlungen
Saldo

350.000 Euro
0 Euro
350.000 Euro

Bemerkungen bzw. während der vorläufigen Haushaltsführung Begründung gemäß § 82
Abs. 1 GO: